Digitales Lernen

iPads, Beamer und Apple-Tv für Neuenrader Grundschüler

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Gute Erfahrungen hat die Burgschule mit dem Einsatz von iPads gemacht. Allerdings werden nur dann neue Medien im Unterricht eingesetzt, wenn dadurch auch ein Mehrwert für die Schüler entsteht.

Neuenrade/Affeln – Für die Burgschüler in Neuenrade ist der Einsatz von neuen Medien im Unterricht nichts Neues: „Hier arbeiten wir schon seit 2013 mit iPads. Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht“, erklärt Arwed Riemenschneider, Leiter der Gemeinschaftsgrundschule Neuenrade.

Dass es Dank des Medienentwicklungsplans der Stadt Neuenrade demnächst möglich sein wird, den Einsatz der digitalen Medien enorm auszuweiten, freut Riemenschneider besonders: „Wir hätten das digitale Lernen auf jeden Fall beibehalten. Dass es jetzt so richtig losgeht, ist für uns alle eine spannende Entwicklung.“ 

Bisher sind 32 iPads an der Burgschule im Einsatz. Und genau diese Menge soll bald auch den Grundschülern in Altenaffeln – sie verfügen bisher nicht über diese Geräte – zur Verfügung stehen: „Diese iPads werden wir noch in diesem Jahr anschaffen“, verspricht der städtische IT-Fachmann Sebastian Schneider. Doch das sei erst der Anfang: „Insgesamt wollen wir für beide Standorte zusammen 160 iPads zur Verfügung stellen“, berichtet Schneider. Im Gegenzug sei allerdings geplant, die beiden Laptops, die momentan in jeder Klasse vorhanden sind, demnächst nicht mehr zu ersetzen. 

Jeder Klassenraum wird ausgestattet

Damit die Grundschüler die neuen Geräte auch optimal nutzen können, soll jeden der insgesamt 20 Klassenräume – 16 in Neuenrade und vier in Altenaffeln – mit einem Beamer, einer Leinwand und Apple-TV ausgestattet werden. Ergänzend werde jeweils ein iPad mit Dokumentenkamera zur Verfügung gestellt. „Außerdem gehört natürlich ein Audio-System dazu“, berichtet Schneider. Kostenpunkt, inklusive der notwendigen Verkabelung: pro Klassenraum circa 5000 Euro. 

An der Burgschule werden schon diverse Lern-Apps genutzt. Demnächst steht aber eine deutlich bessere Hardware-Ausstattung zur Verfügung. IT-Experte Sebastian Schneider, Ira Valsamidou, Leiterin der Abteilung Schule, Kultur, Jugend, Soziales und Recht der Stadt Neuenrade, und Schulleiter Arwed Riemenschneider stellen die Planungen für die kommenden drei bis vier Jahre vor.

An der Burgschule stehe das notwendige WLan-Netz bereits in vollem Umfang zur Verfügung. „Und die Schule wird ans Glasfasernetz angeschlossen“, sagt der IT-Experte. In Altenaffeln müsse dagegen das gesamte Netzwerk erneut werden; voraussichtlich in den Sommerferien werde es so weit sein. „Schnelles Internet habe ich für Altenaffeln jetzt gebucht“, berichtet Schneider. 

Gute Apps für das Fach Musik

Für Arwed Riemenschneider macht der Einsatz von iPads & Co. immer dann Sinn, wenn sich daraus ein Mehrwert für das Lernen ergibt. „Es gibt gerade im Grundschulbereich schon einige sehr gute Apps“, stellt er fest. Beispielsweise für das Fach Musik: „Es ist etwas ganz anderes, wenn die Kinder die einzelnen Instrumente auf der Leinwand in Aktion erleben und sie hören können, wie eine Trompete klingt.“ An dieser Stelle könne eben kein Schulbuch mithalten. 

Auch im Mathematikunterricht hat der Schulleiter gute Erfahrungen mit den Tablets gemacht. „Mit der Blitzrechen-App kann ich besonders leistungsstarke Schüler fördern“, weiß Riemenschneider. Auch zum Lesebuch, das im Unterricht genutzt wird, stehe die passende App zur Verfügung: „Wenn man mit dem iPad ein Foto einer bestimmten Seite macht, gibt es dazu weitere Aufgaben“, berichtet der Schulleiter. Er ist froh, „dass die Schulbuchverlage, mit denen wir arbeiten, in diesem Bereich schon sehr aktiv sind.“ 

"Lehrer können nicht ersetzt werden"

Riemenschneider stellt aber ganz deutlich fest: „Lehrer können im Grundschulbereich durch die neuen Medien nicht ersetzt werden.“ Allerdings ergebe sich für die Kinder beim Umgang mit dem Tablet ein weiterer Lerneffekt, der auch im Medienkompetenzrahmen des Landes NRW als großer Vorteil bewertet wird: „Die Schüler lernen den Umgang mit der Medienwelt. Sie erfahren unter anderem, wie sie Arbeitsergebnisse ideal präsentieren können.“ 

Vor negativen Einflüssen im Netz hat Schulleiter Riemenschneider indes keine Angst: „Wir haben einen Schutzfilter. In der Schule kann also per se nichts passieren.“

Für Schulleiter Arwed Riemenschneider bringt die Umsetzung des Medienentwicklungsplans an der Gemeinschaftsgrundschule mit den Standorten Neuenrade und Altenaffeln einen weiteren Vorteil mit sich – mehr Zeit. Denn bisher kümmert er sich ganz alleine darum, dass die iPads an der Burgschule funktionstüchtig sind. Künftig soll der gesamte Support aber – wie auch an der Hönnequell-Schule – durch die Südwestfalen-IT SIT GmbH übernommen werden.

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