Verfahren eröffnet

Kunststoff-Unternehmen aus MK droht Pleite: Hoffnung für Mitarbeiter?

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Die seit 1979 bestehende Techno-Polymer GmbH hat ihren Firmensitz an der Osemundstraße.

Neuenrade – Das Neuenrader Unternehmen „techno-polymer GmbH“ ist insolvent. Am 11. Dezember wurde das Insolvenzeröffnungsverfahren eingeleitet.

Das Amtsgericht Hagen bestimmte den Lüdenscheider Anwalt Marc Seuster zum vorläufigen Insolvenzverwalter, der nun Ansprechpartner und Entscheider bei allen Verfügungen ist. 

Der vorläufige Insolvenzverwalter wird ermächtigt, Bankguthaben und sonstige Forderungen der techno-polymer einzuziehen und Geld entgegenzunehmen. Eine Stellungnahme war von Seuster nicht zu bekommen, weil er am Donnerstag und am Freitag aus Termingründen nicht erreichbar war. 

Sitz an der Osemundstraße

Das Unternehmen befindet sich an der Osemundstraße 13 und befasst sich mit der Veredelung von Massenkunststoffen. Es wurde 1979 durch den Diplom-Ingenieur Hans-Joachim Kuhl gegründet. Große deutsche und auch ein schweizer Konzern gehören laut Geschäftsführung zur Kundschaft. 

Dass das Unternehmen nun in Schieflage geraten ist, liege nach Aussage des aktuellen Geschäftsführers und Prokuristen Konstantin Kuhl daran, dass ein Gläubiger den Insolvenzantrag gestellt habe. Dessen Ansprüche seien aber inzwischen zu einem guten Teil befriedigt. 

Auftragslage ist gut

Zudem sei die Auftragslage sehr gut. Großkunden hätten wichtige Aufträge bis März bestätigt. „Sowohl die Banken, als auch die Mitarbeiter bleiben an Bord“, sagte der Geschäftsführer. Das vorläufige Insolvenzverfahren sei zudem zunächst „bis zum 31. Januar“ limitiert. Kuhl ist der Meinung, dass das Unternehmen vor diesem Hintergrund eine gute Prognose habe. 

Die GmbH – so ist es Veröffentlichungen in einer Online-Branchenzeitschrift zu entnehmen – hat 2014 die Unternehmensnachfolge geregelt. Diplom Betriebswirt Konstantin Kuhl hatte seinerzeit die Geschäftsführung von Gründer Hans-Joachim Kuhl übernommen. 14 Mitarbeiter hatte das Unternehmen zu dem Zeitpunkt. Der Umsatz wird für 2014 mit 1,5 Millionen Euro angegeben. 

Mehrfach zertifiziert

Das Unternehmen ist nach verschiedenen Qualitätsnormen zertifiziert. Es werde regelmäßig von seinen Kunden überprüft. Im Unternehmensprofil weist sich die GmbH als Spezialist für „die Rundumversorgung mit fast allen Masterbatches für die Additivierung und Modifizierung thermoplastischer Kunststoffe aus“. 

Masterbatches sind Zusätze in Form von Granulaten mit Farbmitteln und Additiven. Sie werden dem Rohkunststoff zur Veredelung und Eigenschaftverbesserung beigemischt, heißt es auf einer Info-Seite.

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