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Der Wald als Spielplatz

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Von: Peter von der Beck

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Slacklines wurden zwischen den Bäumen gespannt. Wer wollte, konnte auch die selbst gebaute Seilbahn im Mischwald gleich neben der Schule nutzen.
Slacklines wurden zwischen den Bäumen gespannt. Wer wollte, konnte auch die selbst gebaute Seilbahn im Mischwald gleich neben der Schule nutzen. © Peter von der Beck

Es herrscht eine entspannte Urlaubsatmosphäre in der Neuenrader Waldorfschule: Fröhliches Kinderrufen trägt genauso dazu bei wie Erwachsene, die gelassen in der Sonne sitzen und den Kindern beim Toben zusehen. Das tun sie fleißig in einer ziemlich gigantischen Feuerwehr-Hüpfburg.

Neuenrade –Auch Klaus Giljohann, operativer Manager der Waldorfschule, ist entspannt und freut sich über die gute Stimmung und auf seinen Urlaub.

Lehrerstellen sind besetzt

Alle „sechs Lehrerstellen“ sind besetzt. Erst am Donnerstag habe eine Lehrkraft als Klassenlehrerin unterschrieben. Letzte vorbereitende Arbeiten wie die Herrichtung des Musikraums für den neuen Musiklehrer schon fürs neue Schuljahr laufen. Dann sei erstmal Ruhe in der Schule, nur die Schafe müssten natürlich auch während der Ferien immer gefüttert werden, sagt Giljohann.

Teilnahmerekord

Es ist der letzte Tag des Ferienspaßes und ab Freitagnachmittag ist die Waldorfschule geschlossen. 40 Kinder zwischen sechs und zwölf neben den entsprechenden Betreuern und Erziehern genießen den schönen Tag. Es ist ein Teilnahmerekord. Denn das Ferienprogramm im vergangenen Jahr, war „so erfolgreich“, dass sich diesmal noch mehr Kindern angemeldet hatten. 60 Euro pro Woche, inklusive täglichem Mittagessen und einem gemeinsamen Frühstück pro Woche, kostet der Spaß. In der ersten Woche ging es um das Thema Olympiade, in der zweiten und letzten Woche war eben Walderlebnis Thema.

Seilbahn im Wald

Die Kinder machen jedenfalls einen zufriedenen Eindruck und der Walderlebnis-Pädagoge Claas Altenähr (stark-in-action.de), den die Schule engagiert hatte, freute sich ebenfalls über die umgänglichen Kinder. „Die Kinder hier sind so sozial“, sagt er. Claas Altenähr, der gelernter Maschinen- und Anlagenbediener, aber auch gelernter Erzieher ist, hat eine Woche lang mit den Kindern ein waldsportliches Programm erarbeitet. Slacklines spannen sich von Baum zu Baum, genauso wie eine lange Seilbahn, welche die Kinder in gut vier Metern Höhe wie selbstverständlich nutzen.

Angebot ist den Preis wert

Auch Waldgeländespiele wurden mit den Kindern unternommen. Mila, Enya und Hannah sind jedenfalls bestens gelaunt. Und Hannah bestätigt: „Im Wald zu sein – das war am besten.“ Das Areal liegt im wohltemperierten Mischwald gleich neben den Waldorfgebäuden und die Kinder bewegen sich unbeschwert zwischen den Bäumen. Niemand werde hier zu etwas gezwungen, betont der Pädagoge. Auch die zurückhaltenden Kindern würden nun über die Slacklines turnen und die Seilbahn nutzen. Giljohann freut sich über das Angebot, das über Fördergeld refinanziert wird. „Das Angebot ist preis-wert“, sagt Giljohann.

Dann steht das Mittagessen auf dem Programm. Der Grill ist schon angeworfen, die selbstgemachten Salate werden angerichtet. Und die hungrigen Kinder warten schon auf das Essen.

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