Kunst im öffentlichen Raum

Gassenwächter haben neuen Standort

Im Werkstattschuppen warten die bunten Gassenwächter aber auch Oma Herta und Herr Schröder Schmallenkamp auf Reparatur und Rundumerneuerung.
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Im Werkstattschuppen warten die bunten Gassenwächter aber auch Oma Herta und Herr Schröder Schmallenkamp auf Reparatur und Rundumerneuerung.

Neuenrade – Die Gassenwächter haben nun endlich einen neuen Standort. Sie werden im Stadtpark untergebracht und somit nun zu Parkwächtern.

Aktuell werden sie an der Kiku – genauso wie die beiden Betonfiguren Oma Herta und Herr Schröder Schmallenkamp – wieder aufbereitet und demnächst installiert.

Opfer von Vandalismus

Die Gassenwächter, welche ursprünglich kreiert wurden, um die Altstadtgassen symbolisch zu bewachen und zu Sauberkeit und Langsamfahren in der Altstadt zu mahnen, hatten an ihren Standplätzen kein gutes Leben. Die Holzstelen, die Kinder und Jugendliche gestaltet hatten, standen seinerzeit keinen Tag, als Unbekannte gleich die erste Skulptur an der Kirchgasse aus der Verankerung rissen und umwarfen. Das ganze erschien vielen um so verwerflicher, da das Projekt Gassenwächter auch das Ziel hatte, den öffentlichen Raum mit Kunstwerken zu verschönern und ihm so mehr Wertschätzung zu schenken, so hatte es Irmhild Hartstein damals durchblicken lassen.

Viel Reparaturarbeit

Mit Wertschätzung hatten es die unbekannten Randalierer aber gar nicht. Ein Gassenwächter in der Püttergasse am ehemaligen Kino wurde aus der Erde gehebelt, dem Kunstwerk dann der Kopf abgerissen und zerschlagen. Es war viel Arbeit, das alles zu reparieren. Die Gassenwächter bestehen aus massivem Balken, sind jeweils rund 120 Zentimeter lang, dekoriert mit verschiedenen Wächter-Figuren. Um sie vor Witterungseinflüssen zu bewahren, wurden sie mit klarem Bootslack lackiert.

400 Euro Belohnung für Ergreifung der Täter

Um die Gassenwächter in den Fokus zu rücken und von den nicht akzeptierten Standplätzen in der Altstadt zu holen, werden sie jetzt im Stadtpark aufgestellt. So werden die Wächter zunächst ohne Kopf gegenüber der Villa am Wall aufgestellt, später wird aus pragmatischen Gründen auf jede Stele ein spezieller Kopf aufgebracht („Schallplattenblume“), der sich laut Irmhild Hartstein schnell ersetzen lasse. Übrigens steht immer noch die seinerzeit ausgesetzte Belohnung in Höhe von 400 Euro für Hinweise, die zur Ergreifung des oder der Täter führen.

Oma Herta und Schröder-Schmallenkamp müssen in die Reha

Bleibt noch zu erwähnen, dass auch zwei andere Kunstwerke im öffentlichen Raum unter Zerstörungswut leiden. Immer wieder müssen Oma Herta und Herr Schröder-Schmallenkamp quasi in die Reha. Die beiden massiven Betonfiguren wurden von Unbekannten malträtiert. ein Henkel von Oma Hertas Handtasche wurde abgeschlagen, an vielen Stellen ist Beton abgeplatzt, ein Stück Fuß fehlt. Hier ist wieder der Einsatz von den beiden Künstlerinnen Annette Kögel und Irmhild Hartstein gefordert.

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