Auf Baumarkt-Parkplatz in Neuenrade

Die Roosters live im Autokino: Besondere Aktion für Eishockey-Fans

Melanie und Jörg Hofheinz genossen den Eventcharakter der Eishockey-Autokino-Aktion, auch wenn sie daheim die selbe Fernsehübertragung auch hätten verfolgen können. „Das hier stärkt das Gemeinschaftsgefühl unter den Fans“, waren sie sich sicher.
+
Melanie und Jörg Hofheinz genossen den Eventcharakter der Eishockey-Autokino-Aktion, auch wenn sie daheim die selbe Fernsehübertragung auch hätten verfolgen können. „Das hier stärkt das Gemeinschaftsgefühl unter den Fans“, waren sie sich sicher.

„Lasst mal hören, dass wir hier sind“, sagt Olaf Keul ins Mikrofon. Sofort erschallt ein ohrenbetäubendes Hupkonzert. Auf einigen Autodächern blinken auch Blaulichter. Die Stimmung könnte kaum besser sein – trotz konstantem Schneeregens.

Keul hat in Kooperation mit den Verantwortlichen der Veranstaltungsreihe Sauerlandkino für Sonntag und Dienstag, 29. Dezember, auf den Parkplatz vom Baumarkt Arens & Hilgert geladen, um die Eishockey-Lokalmatadore der Iserlohn Roosters auf einer großen Leinwand zu verfolgen. Die jeweils 50 Karten für beide Events waren beinahe augenblicklich ausverkauft.

Am Sonntag hieß der Gegner Grizzlys Wolfsburg, am Dienstag werden es die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven sein. Doch für Jörg Hofheinz stehen die Partien gar nicht im Vordergrund. Am Sonntag sagte er: „Das ist heute das zweite Saisonspiel. Wir wissen eh noch gar nicht, wo wir sportlich stehen.“ Und seine Frau Melanie, ebenso wie er seit 1993 oder 1994 Fan, sieht das kaum anders: „Die Aktion ist einfach genial. Das ist Eishockey mal anders, wenn wir schon nicht in die Halle dürfen. So können wir trotz Abstand unser Hobby wieder einmal gemeinsam erleben.“

Fans warten mehr als zwei Stunden auf den Spielbeginn

Das Ehepaar gehört zum Roosters-Fanclub Ghostbusters Balve. Und sie wissen, dass in anderen Autos weitere Mitglieder des Clubs zu finden sind. Melanie Hofheinz berichtet: „Wir waren schon 15 Minuten vor der Öffnung des Platzes hier“ – also 135 Minuten vor dem ersten Bully. Um sich die Zeit zu verkürzen, haben die beiden sich Getränke und Süßigkeiten mitgebracht. Mit den Fanclub-Freunden in den anderen Wagen schrieben sie sich übers Handy Nachrichten. So verging die Zeit. Jörg Hofheinz erläutert: „In der Halle wären wir auch zwei Stunden vor dem Spiel gewesen.“

Olaf Keul steht im Regen – seine Idee fiel indes nicht ins Wasser. Und so wurde er von 50 Autos mit einem Hupkonzert belohnt.

Die Roosters verfolgen die zwei aus auswärts. Melanie Hofheinz zählt auf: „Wir waren schon in München und Bremerhaven.“ Auch Hendrik und Volker Rehmes sind gerne in fremden Hallen dabei, allerdings vorzugsweise in Nordrhein-Westfalen: „Düsseldorf, Köln, Krefeld“ nennen sie ihre Stationen.

Seit mehr als zehn Jahren dabei

Fans seien sie durch Volkers Vater Klaus. Das erste Mal die Männer auf dem Eis angefeuert haben sie „mit zehn oder zwölf Jahren“, überlegt Hendrik Rehmes.

Dann sagt er: „Gerade in diesen Zeiten ist es eine super Idee, sowas hier auf die Füße zu stellen. Das ist ein Zeichen des Zusammenhalts und eine Möglichkeit, das Wir-Gefühl unter den Roosters-Fans zu stärken. Da mussten wir einfach dabei sein.“

Erlös für die Jugendabteilung der Roosters

Volker Rehmes nickt und ergänzt dann: „Außerdem wird mit dem Erlös die Roosters-Jugendabteilung unterstützt.“ Die beiden aus Allendorf angereisten Eishockey-Anhänger gestehen dann aber doch: „Für uns ist das Spiel hier heute nicht egal. Das Happening an sich und das Ergebnis der Partie sind uns gleichermaßen wichtig“, betont Hendrik Rehmes.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare