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Die Gebühren sinken: Neuenrader müssen 2022 weniger zahlen

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Von: Peter von der Beck

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Der Kubikmeter Wasser wird für die Neuenrader ab Januar um 2 Cent billiger.
Der Kubikmeter Wasser wird für die Neuenrader ab Januar um 2 Cent billiger. © Florian Hesse

Gute Nachrichten für die Neuenrader: Im Vergleich zum laufenden Jahr werden die Gebühren 2022 günstiger oder bleiben stabil.

Die Berechnung für die Gebühren im Bereich Gas, Wasser, Entsorgung oder Winterdienst, welche die Stadt erhebt, folgen im Grunde einem schlichten Prinzip: Bei gleichbleibenden Grundkosten wird es für den einzelnen Gebührenzahler billiger, wenn sich dieselben Kosten auf mehr Gebührenzahler verteilen, die Kosten generell sinken oder aber mehr Geld hereinkommt. Es ist in der Realität natürlich komplizierter. Da fließen Dinge wie kalkulatorische Zinsen, Abschreibungen, Verkauf von Papier und Schrott, Personal, Zinsen für Darlehen, Beiträge für Fachverbände oder auch Streusalzeinkauf mit ein.

Für das kommende Jahr sieht es nach den Kalkulationen der Stadtwerke für den Gebührenzahler eben gut aus: So wird der Kubikmeter Wasser um 2 Cent billiger. 1,76 Euro kostet er ab Januar. Die Gründe liegen im vermehrten Wasserverkauf, die Zinsen auf das aufgewendete Kapital – die kalkulatorischen Zinsen – wurden günstiger berechnet, als es die Gemeindeprüfungsanstalt fordert. Auch wurden zuletzt mehr Gebührenüberzahlungen wieder gutgeschrieben – auch das kommt nun den Verbrauchern zugute.

Es sieht erfreulich aus

Bei der Niederschlagswassergebühr und der Schmutzwassergebühr sieht es erfreulich aus: Es wird günstiger. Die Schmutzwassergebühr (Abwasser) sinkt um 8 Cent auf 3,35 Euro pro Kubikmeter. Der Grund: Der Wasserverbrauch war eben höher und die Fortleitungskosten wurden gesenkt. Die Niederschlagswassergebühr sinkt ebenfalls. Die Gründe hier sind unter anderem, dass es mehr gebührenrelevante Fläche gibt (mehr Versiegelung), das Regenaufkommen gering war und die Fortleitungskosten (Personal- oder auch Kapital- und Sachkosten) gesunken sind. Und es gab wieder hohe „Gebührenüberdeckungen“. Indes: Teurer wird es für etwas mehr als ein Dutzend Besitzer von Klärgruben. Da kostet der Kubikmeter jetzt gut 3 Euro mehr und damit 51,12 Euro.

Erfreulich sieht es auch in Sachen Abfall aus: Die Gebühren – ob Entsorgungsgebühr Altreifen, Restmüll oder Sperrmüll – können gehalten werden. Das liegt an unterschiedlichen Entwicklungen: Umlagen, die sich positiv auf die Gebühren auswirken und ein exorbitant gestiegener Verkaufspreis für Altpapier. Gab es früher bescheidene 26 Euro pro Tonne, so liegt der Preis inzwischen bei rund 160 Euro. Das summiert sich. So fällt der Verkaufserlös um 170 000 Euro höher aus, hieß es von den Stadtwerken. Auch die kalkulatorischen Zinsen wurden gesenkt.

Milde Winter sorgen für niedrigeren „Wurzelwert“

Bleibt der Blick auf die Straßenreinigungsgebühren. Hier betrachten die Verantwortliche der Stadtwerke einen vierjährigen Zeitraum: Milde Winter führen zu einem 6 Cent niedrigeren „Wurzelwert“ von 1,01 Euro. Dabei wird die Wurzel aus der Grundstücksgröße gezogen und mit dem Wurzelwert multipliziert. Das Ergebnis entspricht der Jahresgebühr.

Im Verwaltungsrat wurde die Gebührensatzung mehrheitlich verabschiedet. Nur die FWG stimmte teilweise dagegen. Sie hält den kalkulatorischen Zins für zu hoch.

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