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Umfangreiche Pläne: Waldorfschule Neuenrade feiert 25-Jähriges

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Von: Peter von der Beck

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Swetlana Willmann (2.v. links) , Elvi Klein, Victoria Siedhoff, Coralie Lamottke und etliche andere kümmern sich um das Jubiläum.
Swetlana Willmann (2.v. links) , Elvi Klein, Victoria Siedhoff, Coralie Lamottke und etliche andere kümmern sich um das Jubiläum. © Peter von der Beck

Ein schöneres Kompliment als eine spontane Lobeshymne von Schülersprecherin Coralie Lamottke, kann man sich als Schulleitung zum 25-Jährigen kaum wünschen. Wertschätzung, Wohlfühlen, Familie – seien hier die Stichworte, die die junge Frau nannte.

Neuenrade – Dabei ist die Waldorfschule keine Zwergschule auf dem Dorf, sondern eine Privatschule, die inzwischen die Schülerzahl von 300 geknackt hat und mit Wartelisten operieren muss. „Das ist eine Größenordnung, die noch handelbar ist“, sagte unlängst der operative Manager der Schule, Klaus Giljohann.

Schule wird immer beliebter

Das Konzept der Schule überzeugt wohl. Schüler aus der Region, inzwischen auch viele aus Neuenrade, fahren zum Remmelshagen, ein ansehnliches Gebäudeensemble auf dem Berg mit Blick aufs Lennetal. Die Zahl der Quereinsteiger ist nicht ohne und die Schule bietet von der 1. Grundschulklasse bis zum Abitur ein breites Spektrum. Eltern, Schüler, Lehrer und Schulverwaltung partizipieren gemeinsam am Gedeihen der Schulgemeinschaft, es wird investiert in Menschen, Gebäude und Technik. Da wird sehr viel Geld in die Hand genommen.

25 Jahre und 25 Aktionen

Nun feiert die Schule ihr 25-Jähriges. Dafür haben sich die Organisatoren um Swetlana Willmann, Elvi Klein („die gute Seele der Schule“), Victoria Siedhoff, Coralie Lamottke und Vertreter anderer Gremien einiges einfallen lassen. 25 Events sind es: vom großen Sommerfest, dem Gala-Abend im Herbst über Adventsbasar mit Feier auf dem Gelände und Punsch-Variationen, Facharbeitenpräsentation, Theaterstück, 25 Bäume pflanzen, Tanzkurs, Alumni-Abende, Sportfest bis hin zum abschließenden Sommerfest im kommenden Jahr. Alles steht unter dem Motto 25 Jahre Waldorfschule. Die übrigens ganz klein als Werdohler „Balkonklasse“ der Kiersper Waldorfschule startete. Dass die Waldorfschule 2002 zum Remmelshagen in Neuenrade umzog und in das ehemalige Flüchtlingsheim einzog, ist dabei auch dem Engagement des Plettenberger Unternehmers Otto Prange sowie öffentlicher Förderung zu verdanken.

Auftakt mit Sommerfest

Wer sich nun die Waldorfschule einmal anschauen möchte, hat am 12. Juni Gelegenheit dazu. Dann findet in der Zeit von 11 bis 17 Uhr das große Sommerfest statt. Dann werden die Schülerarbeiten präsentiert, es gibt viele Essensstände, Bastel- und Spielangebote, Musik wird gemacht, gemeinsames Singen steht auf dem Plan – und natürlich wird auch über die Schule informiert. Vom Neuenrader Rewe aus gibt es dann auch einen Shuttle-Bus zum Remmelshagen. Auch jede Menge Ehemalige werden auf dem Remmelshagen erwartet. Dabei hat man ein durchaus spektakuläres Event in Vorbereitung.

Gala im Kaisergarten

Erwähnenswert ist sicher auch der große Gala-Abend im Hotel Kaisergarten für geladene Gäste. Sozusagen in zwei Schichten wird dort gefeiert. Nachmittags feiern die Kleinen mit ihren Eltern, abends sind dann die Großen an der Reihe. Es wird Show-Acts geben und es werden Festreden gehalten. Anders sei es nicht machbar gewesen, sagte Klaus Giljohann. Der Kaisergarten fasse nur 500 Personen, man rechne allerdings mit 1000 Menschen. Falls es mit der Wiederbesetzung des Kaisergartens nicht funktioniert hätte, habe man einen Plan B in der Tasche gehabt – man hätte ein entsprechendes Festzelt geordert.

Klare Sache, dass nun nach längerer Pause auch eine Schulchronik zum Jubiläum erstellt wird. Überall in Neuenrade wird jedenfalls für das 25-Jährige getrommelt – auch das Schaufenster an der Werdohler Straße wurde entsprechend bestückt. Regelmäßig wird die Schule auch auf anstehende Events hinweisen.

Mehr Schüler machen dort Abitur

Aktuell hat man an der Schule genug um die Ohren: Das Abitur läuft. Überdurchschnittlich viele Schüler würden ihr Abitur an der Schule machen, hieß es von der Schulleitung. Außerdem habe man festgestellt, dass die Schulform-Empfehlungen für die Grundschüler, welche zur weiterführenden Schule wechselten – zumindest bei jenen, die dann zur Waldorfschule gingen – nie stimmen würden. Das zeige die spätere Performance der Schüler.

Baustelle sorgt für lange Anfahrt aus Lüdenscheid

Derzeit wird auf dem Gelände wieder investiert: Ein Backhaus soll entstehen. Dort könne man bei Festen und Events Brot backen oder Dörrobst herstellen. Nicht alles läuft rund – die A45-Baustelle in Lüdenscheid macht den Schülern zu schaffen, die aus dieser Richtung anreisen. Eineinhalb Stunden Anfahrt zur Schule – da kommen die Eltern ins Grübeln, ließ Klaus Giljohann durchblicken. Gleichzeitig gebe es aber immer wieder neue Schüler, welche die Schule bereichern. „Wir haben durchschnittlich 20 Quereinsteiger pro Jahr“, schätzt Elvi Klein. Derzeit ist in der 12. Klasse noch Platz.

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