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Mehrfamilienhaus nach Brand unbewohnbar

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Von: Peter von der Beck, Markus Wilczek, Volker Griese

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In einem Mehrfamilienhaus an der Jahnstraße in Neuenrade brennt es.
In einem Mehrfamilienhaus an der Jahnstraße in Neuenrade brennt es. © Griese, Volker

[UPDATE] Bei einem Wohnungsbrand am Donnerstagvormittag in einem Mehrfamilienhaus an der Jahnstraße 37 in Neuenrade verloren insgesamt 18 Menschen ihr Zuhause. So brannte die Wohnung einer Familie mit zwei Kindern komplett aus. Die darüber liegende Dachgeschosswohnung und auch die darunter liegenden Wohnungen wurden durch den Brand schwer in Mitleidenschaft gezogen..

Neuenrade – Auch der linke Gebäudetrakt wurde mindestens durch Rauch beschädigt. Die Familie (Mann, Frau, zwei Kinder), in deren Wohnung auch mutmaßlich der Brand ausgebrochen war, wurde zur Beobachtung ins Krankenhaus transportiert. In dem Gebäude wurden Strom und Gas abgestellt, die Kriminalpolizei ist routinemäßig mit Ermittlungen befasst. Die Brandursache ist bislang ungeklärt. Alle Bewohner kamen bei Freunden und Bekannten unter, wie Marcus Henninger von der Stadt Neuenrade auf Nachfrage sagte.

Stadtalarm

Um 9.40 Uhr war die Feuerwehr alarmiert worden, rasch wurde die gesamte Neuenrader Feuerwehr auf den Plan gerufen: Der Löschzug Innenstadt, die Löschgruppen Küntrop und Affeln waren ebenso alarmiert worden, wie die Werdohler Feuerwehr, die mit Atemschutztrupps aushelfen sollte und in der Nähe des Brandortes positioniert wurde.

Rettung der Bewohner

Wie Einsatzleiter und Stadtbrandinspektor Heinz-Jürgen Böhmer erläuterte, hatte sich die Feuerwehr „zunächst darauf konzentriert, alle Bewohner aus dem Haus zu retten“, zumal die Wohnung im ersten Stock in voller Ausdehnung brannte. Gemeldet waren im Haus 18 Personen. Vorgefunden hatte man zunächst aber nur 16. Gottlob waren zwei Personen zum Zeitpunkt des Brandes nicht daheim, sie tauchten später auf.

Wohnungstür halb weggebrannt

Unter schwerem Atemschutz hatte die Feuerwehr mit fünf Trupps alle Wohnungen geöffnet und geräumt. „Die Tür zur brennenden Wohnung musste nicht mehr aufgebrochen werden, sie war durch das Feuer schon halb weggebrannt“, sagte Böhmer. Mit drei C-Rohren und Wasser wurde der Brand gelöscht. Die „total verrauchte Wohnung“ wurde gelüftet, dann verbrannter Hausrat und Kleinmöbel aus dem Fenster geworfen, um dem Feuer die Nahrung zu entziehen. Der qualmende und mit verbranntem Spielzeug durchsetzte Haufen, wurde vor dem Haus abgelöscht.

Vier Katzen und zwei Hunde ebenfalls gerettet

Wohnungsbrand Jahnstraße: Sabine Rogoli (Ordnungsamt), kümmert sich um eine der geretteten Katzen.
Sabine Rogoli (Ordnungsamt), kümmert sich um eine der geretteten Katzen. © Peter von der Beck

Auch der Hubrettungsrüstwagen kam zum Einsatz. Der war vor Ort, um „einen zweiten Rettungsweg zu haben“, wie Böhmer erläuterte, aber auch, um auch von außen an die Wohnung heranzukommen. Erst durch geöffnete Fenster konnte der Rauch abziehen und die Feuerwehr hatte Durchblick. Schließlich kam die Meldung: „Keine Personen im Gebäude.“Gerettet wurden aber vier Katzen, die auf einem Balkon gefangen waren und zwei Hunde. Auch sie kamen bei Privatleuten unter.

Rettungsbus der MVG

Neben der Feuerwehr waren auch der Leiter des Rettungsdienstes, das DRK sowie einige Rettungstransportwagen vor Ort, da zunächst nicht klar war, ob Menschen verletzt wurden. Im Einsatz war der Rettungsbus der Märkischen Verkehrsgesellschaft. In dem Bus konnten sich die verfrorenen Bewohner aufwärmen. Zuvor war den Betroffenen immer mal wieder heißer Tee gereicht worden. Dafür hatte das Ordnungsamt gesorgt.

Nur knapp einer Katastrophe entgangen

Die Bewohner entgingen nur knapp einer Katastrophe. In einer unteren Wohnung schlief ein Bewohner nach der Spätschicht, die Dachgeschossbewohner waren zufällig nicht daheim, weil die Inhaber mit Pflegehunden gerade spazieren waren. Alle anwesenden Hausbewohner beobachteten fassungslos die Feuerwehr während der Löscharbeiten.

Während des dreistündigen Feuerwehreinsatzes war die Jahnstraße gesperrt. Weder Anwohner noch Müllwagen wurden durchgelassen.

Wir berichten weiter.

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