Rotes Kreuz

DRK in Neuenrade konzentriert auf soziale Arbeit

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DRK-Schatzmeister Christof Bergmann und Vorsitzende Dr. Rafaela Wingen würden sich über mehr Mitglieder freuen.

Neuenrade - Blaulicht gibt es beim Roten Kreuz in Neuenrade nicht mehr: Der Ortsverein konzentriert sich auf die soziale Arbeit. Eine Erweiterung des Angebots ist aber prinzipiell möglich.

Ende 2012 hat sich der DRK-Ortsverein Neuenrade von seiner Bereitschaft getrennt, der zuletzt nur noch sieben Mitglieder angehört hatten. „Das war natürlich sehr schade damals“, erinnert sich die Vorsitzende Dr. Rafaela Wingen.

Aber die Personaldecke sei einfach zu dünn gewesen, um Fahrzeuge und Ausrüstung rentabel betreiben zu können. Dass das kein Abschied für immer sein muss, betont Schatzmeister Christof Bergmann, der selbst der Bereitschaft angehörte: „Wenn sich eine junge, engagierte Truppe bei uns meldet, sagen wir nicht Nein.“

Da müsse der Vorstand aber auch der Meinung sein, dass sich der Aufbau einer Bereitschaft lohnt. „Es ist jedenfalls momentan nicht unsere Kernkompetenz“, erklärt Bergmann.

Schon mehr als 1000 Blutspenden dieses Jahr

Die sehen beide zurzeit eindeutig im sozialen Bereich. Dort fuße die Rotkreuz-Arbeit auf drei Säulen: Bei den regelmäßigen Blutspendeterminen wurde in diesem Jahr bereits mehr als 1000-mal Blut abgezapft, im Kleiderladen an der Werdohler Straße können Bedürftige zum kleinen Preis gebrauchte Kleidung erstehen.

In der Begegnungsstätte am Stadtgarten wiederum ist mit Maria Brockhagen die einzige hauptamtliche DRK-Mitarbeiterin tätig.

Die zurzeit 91 ehrenamtlichen Helfer jedenfalls stünden fast immer bereit, seien aber – gerade durch die Begegnungsstätte – mehrheitlich älteren Jahrgangs, sagt Bergmann. „Wir würden uns freuen, wenn sich auch dort jüngere Helfer fänden.“

Das DRK richtet sich auch an junge Menschen

Auch deshalb hat der DRK-Ortsverein im September einen Tag der offenen Tür rund um die Begegnungsstätte veranstaltet, bei dem sich der Verein mit allen seinen Angeboten präsentiert hat und mit dem die Verantwortlichen rundum zufrieden sind.

Und es gibt sie , die Angebote für junge Menschen: Bedürftige Familien können vom DRK beispielsweise einen Schulrucksack inklusive Erstausstattung bekommen. Die Kontaktaufnahme erfolgt in dem Fall über den Kindergarten, 18 Rucksäcke hat das Rote Kreuz 2016 ausgegeben.

Auch eine Jugendgruppe hatte es beim DRK Neuenrade mal gegeben. Damit habe es sich aber ähnlich verhalten wie mit der Bereitschaft, erklären Dr. Rafaela Wingen und Christof Bergmann: Es fehlte das Personal, eine Wiedereröffnung ist aber prinzipiell möglich. „Es wäre auf jeden Fall eine Bereicherung“, findet Dr. Rafaela Wingen.

Die Zahl der Fördermitglieder ist rückläufig

Während die Zahl der Aktiven zuletzt leicht gestiegen ist, geht die der Fördermitglieder zurück: 496 waren es noch Ende 2012, Mitte 2017 nur noch 373. „Es gibt eben keine Gegenleistung, die man direkt sehen kann“, erklärt sich Christof Bergmann den Mitgliederschwund.

Auch dort versucht das DRK Neuenrade gegenzusteuern, indem es seinen Mitgliedern einen Mehrwert anbietet: Wer für mindestens 30 Euro im Jahr Fördermitglied wird, bekommt kostenlos ein aus drei Teilen bestehendes Versicherungspaket des DRK-Flugdienstes dazu.

Für den Moment haben die Vorstands-Mitglieder an der Situation des Ortsvereins wenig auszusetzen. Eine Erweiterung des Angebots, etwa durch regelmäßige Erste-Hilfe-Kurse oder eben eine Bereitschaft, ist aber weiterhin denkbar.

Weitere Informationen zum DRK Neuenrade

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