Deutsche Weihnachtsbaum-Königin eröffnet die Saison im MK - mit Video

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Mit einem beherzten Griff zur Säge eröffnete Laura Stegemann die Weihnachtsbaumsaison.

Altenaffeln – Königlichen Besuch gab es am Donnerstag in Altenaffeln: Die deutsche Weihnachtsbaumkönigin Laura Stegemann gastierte auf dem Hof der Familie Müller.

Dort eröffnete sie mit einem beherzten Griff zur Säge die Weihnachtsbaumsaison in Nordrhein-Westfalen. Weniger als eine Minute benötigte die 22-jährige Studentin, bis der erste Weihnachtsbaum des Jahres fiel. 

Eberhard Hennecke, Vorsitzender des Fachverbandes Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger im Landesverband Gartenbau in NRW, hatte zuvor betont, welche Bedeutung der Weihnachtsbaum für Familien hat: „Der Christbaum ist ein positiv besetztes, emotionales Produkt, dessen Duft im Raum einfach zu Weihnachten gehört.“ Auch der Klimawandel wurde thematisiert: Die hohen Temperaturen habe die Nordmanntanne ohne große Schäden überstanden. „Ausfälle durch Trockenheit gibt es nur vereinzelt bei den Neuanpflanzungen“, sagte Hennecke. Anhaltende Trockenheit sei zwar für die Anbauer ein neues Phänomen, doch die Betriebe wüssten durch ihre langjährige Erfahrung damit umzugehen. 

Preise bleiben im Durchschnitt stabil

Hennecke freute sich daher verkünden zu können, dass der durchschnittliche Preis für die Weihnachtsbäume in diesem Jahr nicht höher sein werde als in den Vorjahren. 

Königlicher Besuch in Altenaffeln: Weihnachtsbaumkönigin Laura Stegemann eröffnete die Saison am Donnerstag auf dem Hof von Matthias Müller in Altenaffeln.

Karl Werring, Präsident der Landwirtschaftskammer NRW, machte gemeinsam mit Laura Stegemann darauf aufmerksam, dass der Weihnachtsbaum ein natürliches Produkt ist. Als solches sei es von Natur aus perfekt und müsse nicht den Perfektionsansprüchen des Menschen genügen. Den Hof der Familie Müller bezeichneten die Redner als „Idealbild eines produzierenden Betriebs“. 

Die Müllers bauen nachhaltig an

Barbara und Matthias Müller bauen auf ihren Nutzflächen nachhaltig an. Die Standbeine des Hofes sind Forstwirtschaft und Ackerbau. Weihnachtsbäume pflanzen die Landwirte auf 20 Hektar an. 80 Prozent davon sind Nordmanntannnen, 20 Prozent Blaufichten. Die Nordmanntannen gelten deutschlandweit als beliebteste Weihnachtsbäume. Seit einigen Jahren gibt es zudem eine Kooperation zwischen dem Hof und der Grundschule Altenaffeln. Die Erstklässler kommen zu Beginn ihrer Schulzeit auf den Hof, um dort jeweils fünf Bäume anpflanzen. Nach acht bis neun Jahren dürfen die dann bereits ehemaligen Grundschüler einen ihrer fünf Bäume zusammen mit den Eltern schlagen und für die Weihnachtszeit zu Hause aufstellen. 

Die Kinder der Grundschule Altenaffeln waren auch zur Saisoneröffnung gekommen. Gemeinsam sangen sie für die Weihnachtsbaumkönigin, die am Donnerstag Geburtstag hatte. Anschließend gab es Stockbrot, selbst gebackene Kekse und allerlei Verpflegung, die Familie Müller in der Scheune angerichtet hatte. Erste Weihnachtsstimmung kam durch Lichterketten, Kerzen und Weihnachtsbäume auf. „Ich fand das schon beim Reinkommen total schön hier“, sagte Stegemann. „Da habe ich sofort Lust auf Weihnachten.“

Interview mit der Weihnachtsbaumkönigin

Laura Stegemann hat am Donnerstag in Altenaffeln nicht nur die Weihnachtsbaumsaison eröffnet, sondern auch ihren 22. Geburtstag gefeiert. Seit diesem Jahr ist die junge Frau deutsche Weihnachtsbaumkönigin. Welche Aufgaben sie in diesem Amt hat und wie sie Weihnachtsbaumkönigin wurde, erzählt sie im Interview. 

Die Autogramme der Weihnachtsbaumkönigin Laura Stegemann standen bei den Grundschülern hoch im Kurs.

Was hat Sie motiviert, das Ehrenamt der Weihnachtsbaumkönigin zu übernehmen? 

Daheim in Steinfurt bauen wir selbst Weihnachtsbäume an. Mir macht es total viel Spaß, alljährlich in der Weihnachtszeit bei der Arbeit mitzuhelfen. Ich studiere momentan Landwirtschaft und dachte mir deshalb, dass es die perfekte Sache für mich wäre, wenn ich den Weihnachtsbaum und die Weihnachtsbaumbranche vertrete. Deshalb habe ich mich für das Amt beworben. Zudem bin auch gerne mit Menschen in Kontakt und tausche mich aus. 

Wie wurden Sie zur Weihnachtsbaumkönigin? 

Es gab eine Anzeige in einer Zeitschrift, die speziell für Weihnachtsbaumerzeuger herausgegeben wird. Darin stand, dass man sich in der Branche auskennen sollte, um das Amt zu übernehmen. Ich dachte sofort, dass das ganz gut zu mir passen würde. Daraufhin habe ich mich beworben und auch ein paar Bilder hingeschickt. Ja, und im Juni wurde ich dann von der Jury aus Bayern angerufen und gefragt, ob ich das Amt für die nächsten zwei Jahre übernehmen möchte. Ich habe natürlich sofort zugesagt. 

Welche Aufgaben haben Sie als Weihnachtsbaumkönigin? 

Oh, das sind ganz viele verschiedene Aufgaben. Manchmal sind das so Termine, wie heute zur Saisoneröffnung in dieser schönen Halle, manchmal bin ich aber auch auf Weihnachtsmärkten unterwegs. Ansonsten gebe ich viele Interviews, bin bei Presseterminen des Weihnachtsbaum-Verbandes dabei. Demnächst habe ich aber auch einen Termin in einem Modehaus. Also es ist einfach extrem vielseitig und macht richtig Spaß. Man kommt auf jeden Fall richtig viel rum in Deutschland.

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