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60-Minuten-Unterricht an der HQS

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Von: Peter von der Beck

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Zu den modernen Lehrformen sollen die verlängerten Unterrichtseinheiten besser passen und den Schulalltag entschleunigen.
Zu den modernen Lehrformen sollen die verlängerten Unterrichtseinheiten besser passen und den Schulalltag entschleunigen. © Sven Paschkewitz

Die Hönnequell-Schule organisiert ihren Unterricht um und startet im neuen Schuljahr zunächst für ein Jahr ein Pilotprojekt. Statt der 45 Minuten-Unterrichtseinheiten wird es nun „60-Minuten-Stunden“ geben. Davon verspricht man sich Entschleunigung im Unterrichtsalltag. Es handelt sich dabei um einen Beschluss der Schulkonferenz.

Viele Lehrer finden neue Taktung besser

Neuenrade - Schon länger trug man sich dabei an der Schule mit dem Gedanken, doch dann kam Corona dazwischen. Befasst hatte sich dabei ein aus fünf Lehrkräften bestehendes Schulentwicklungsteam. Dabei gab es Hospitationen an Schulen im Sauerland und im Raum Dortmund, die bereits andere Modelle fahren. Dass möglicherweise andere Modelle im Sinne der Schülerschaft besser funktionieren, als die 45-Minuten-Einheiten, kam dabei aus den Reihen des Lehrerkollegiums. Es gab demnach auch eine Reihe von „längeren, offenen Gesprächsrunden“. Bei großen Teilen der Lehrerschaft hätten danach die Modelle mit längeren Unterrichtseinheiten guten Anklang gefunden.

Weniger Fächer an einem Tag

In der Tat singen viele Schulen das Hohelied auf die 60-Minuten-Einheit. Das selbstständige Arbeiten von Schülern werde gefördert, ein „schülerzentriertes Arbeiten“ sei möglich. Stundenthemen könnten zum Abschluss gebracht werden, Zeitverluste würden verhindert, weil ein Neuaufrollen in der Folgestunde nicht mehr nötig sei. An einem Schultag würden weniger Fächer unterrichtet, überhaupt sei organisatorisch der Unterrichtstag besser zu händeln – es gebe einen effektiven Gewinn an echter Lernzeit, heißt es in einer Zitatensammlung zu dem Thema.

Positive Resonanz bei Eltern

Jede Menge Erfahrungswerte gibt es also. Eine wissenschaftliche Studie für die 60-Minuten-Einheit hatte auch Schulleiterin Eva Päckert gerade nicht zur Hand, verwies allerdings auf Bachelor-Arbeiten und dergleichen mehr, die sich mit dem Thema befassten. „Wir erhoffen uns eine Entschleunigung des Schulalltages“, sagte Päckert. Das Thema wurde auch schon Mitte März Eltern vorgestellt. „Die Eltern, die da waren, waren sehr interessiert. Die Resonanz war sehr positiv.“ Päckert verwies auch darauf, dass es unheimlich viele Schulen gebe, die das machen würden. Die Schulleiterin führte zudem aus, dass „die 60-Minuten auch viel besser zu den modernen Lernformen passen.“

Entspannter für die Schüler

Entspannter werde es sicher auch für die Schüler, die nun weniger Fächer pro Tag hätten. Zudem könne man generell die Schulwoche besser strukturieren. So plane man, ein festes Lernzeitenband einzuführen.

Moderner Unterricht, gut ausgestattet

Die Hönnequell-Schule, als experimentelle Gemeinschaftsschule gegründet, zählt inzwischen zu den Sekundarschulen. Sie ist dreizügig und favorisiert langes gemeinsames Lernen. Bei der Zusammensetzung der Schülerschaft gibt es eine Drittelung von Kindern mit Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialempfehlung. Die Schule wird dreizügig geführt und ist hochmodern ausgestattet. Kommunalpolitik, Verwaltung und Privatiers ziehen hier an einem Strang. Es wird viel an der Schule investiert und sie etabliert sich in Neuenrade und in der Region immer mehr. Etliche Werdohler besuchen inzwischen die Schule. Die HQS kooperiert eng mit dem Burggymnasium in Altena, sowie den beruflichen Schulen in Lüdenscheid und auch in Plettenberg. Die Hönnequell-Schule hat zudem mit Neuenrader Firmen Kooperationsverträge unterschrieben.

In diesen Tagen feiert die Neuenrader Schule ihr Zehnjähriges.

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