1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Neuenrade

Sorgen um die personelle Zukunft

Erstellt:

Von: Peter von der Beck

Kommentare

Städtische Gebäude wie das Rathaus, der Schulkomplex an der Niederheide oder die Burgrundschule Neuenrade, welche demnächst umfassend erweitert wird, benötigen einen Gebäude-Manager. Die Stadt ist auf der Suche
Städtische Gebäude wie das Rathaus, der Schulkomplex an der Niederheide oder die Burgrundschule Neuenrade, welche demnächst umfassend erweitert wird, benötigen einen Gebäude-Manager. Die Stadt ist auf der Suche. © Henrik Wiemer/Digitalbild

Der Fachkräftemangel bei der Stadt Neuenrade bleibt ein großes Problem. Dafür sorgt nicht nur der Mangel an versierten Arbeitskräften, sondern verstärkt wird das Phänomen auch durch die Fluktuation.

Neuenrade – Immerhin: Nach intensiver Suche ist es der Verwaltung gelungen, zwei junge Ingenieure zu rekrutieren – ein Ingenieur, der Vollzeit arbeitet, und eine Ingenieurin, die halbtags arbeitet. Außerdem soll eine Art Werkstudent, der nach einem Praktikum dort künftig in den Semesterferien arbeiten wird, die Bauamt-Abteilung entlasten

Anspruchsvoller Job

Doch nun wird noch dringend eine ausgewiesene Fachkraft im Bereich Gebäude-Management gesucht – sprich einen Ingenieur/Architekten mit akademischer, technischer Laufbahn oder einschlägiger Facherfahrung. Klar ist: Es wird ein anspruchsvoller Job. Das Aufgabenspektrum reicht von der Bauüberwachung bis hin zur Erarbeitung strategischer Entwicklungskonzepte. Anspruchsvolle Großprojekte hat hier die Stadt in der Pipeline. Dass jemand Neues gesucht wird, ist ebenfalls dem Thema Fluktuation geschuldet. Bauamtsleiter Marcus Henninger betonte, dass „noch weitere anspruchsvolle Jobs im Bereich des Bauamtes zu vergeben“ seien. So wird noch ein Tiefbauer gesucht.

Personalknappheit gibt es neuerdings durch Kündigungen übrigens beim Bauhofteam. Hier suchen die Verantwortlichen jemanden mit handwerklicher Ausbildung, gerne mit Straßenwärter-Background.

Mitarbeiter und Azubi für den Bauhof

Und für das nächste Jahr ist auch die Stelle eines Straßenwärter-Azubis zu vergeben. Auch versucht die Stadt noch einmal einen Auszubildenden für den Bereich Fachangestellt Bäderbetriebe zu finden. Zudem bietet die Verwaltung – die Stadt ist auch Träger von Kitas – eine auf drei Jahre ausgelegte praxisintegrierte Ausbildungsstelle für Erzieher an. Der Personalverantwortliche der Stadt, Frank Staffel, sieht es zudem auch als dringlich an, einen Sachbearbeiter für Digitalisierung und Organisation zu finden – ein ebenfalls anspruchsvoller Job, bei dem es darum gehe, die bereits angestoßenen und eingeleiteten Digitalisierungsprozesse bei der Stadt fortzuführen.

Handwerk hat goldenen Boden

Nicht weniger dringlich sieht es mit einem Hausmeisterposten aus. Hier soll sich derjenige – der möglichst über eine handwerkliche Ausbildung verfügt – um die Übergangsheime der Stadt kümmern. Außerdem soll er auch für die anderen Liegenschaften der Stadt (insbesondere die Schulen) eingesetzt werden. Angesichts steigender Flüchtlingszahlen und stetigem Instandhaltungsbedarf an den städtischen Objekten gibt es hier viel zu tun.

Große Vorhaben bei der Stadt

Generell wird es bei der Stadt große Vorhaben geben: Dabei ist der Erweiterungsbau der Burggrundschule natürlich ein gewaltiges Projekt, doch auch der Bedarf an nachhaltiger und sparsamer Energieversorgung im Bereich Schulkomplex Niederheide wird ein Unterfangen, das die Begleitung durch eigene Fachkräfte nötig mache, hieß es aus dem Rathaus. Der Bedarf an handwerklich-akademischen Kräften steigt hier gewaltig an.

Frank Staffel, als Personalchef der Stadtverwaltung, zieht alle Register, wenn es um die Gewinnung von jungen Fachkräften geht. „Man muss hier zukunftsorientiert denken“, sagt Staffel, der nun selbst seit mehr als 40 Jahren in der Verwaltung tätig ist.

Auch interessant

Kommentare