1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Neuenrade

Dauerbaustelle Bahnhofstraße: Vollsperrungen stehen bevor

Erstellt:

Von: Peter von der Beck

Kommentare

Die Arbeiten an der Bahnhofstraße sorgen für Behinderungen. Verkehrsteilnehmer werden aber auch weiterhin viel Geduld aufbringen müssen, denn abgeschlossen sein soll das Projekt erst im Herbst 2022.
Die Arbeiten an der Bahnhofstraße sorgen für Behinderungen. Verkehrsteilnehmer werden aber auch weiterhin viel Geduld aufbringen müssen, denn abgeschlossen sein soll das Projekt erst im Herbst 2022. © von der Beck, Peter

Mit stoischer Gelassenheit erträgt der Großteil der Verkehrsteilnehmer die Baustelle auf der viel befahrenen Hauptstraße in Neuenrade.

Eine gewisse Unduldsamkeit wird bei dem einen oder anderen in den Stoßzeiten allerdings sichtbar, wenn erst bei der vierten Ampelphase – eingekeilt zwischen Sattelaufliegern und Kleinbus – die Durchquerung Neuenrades glückt.

Mit den Unannehmlichkeiten an der Bahnhofstraße müssen Pendler, Berufskraftfahrer und Co. noch eine ganze Weile leben, denn erst im Herbst des kommenden Jahres werden wohl alle Arbeiten erledigt sein – falls es einen milden Winter gibt. Das Projekt Bahnhofstraße ist schließlich ein nicht gerade kleines. Auf sicher 500 Meter Länge werden auf der Nord- und Südseite die Gehwege neu hergerichtet. Dabei wird es ähnlich wie an der Ersten Straße kleine grüne Inseln geben, um den Anblick aufzulockern. Bevor das geschehen kann, muss das Innenleben der Bordsteine erneuert werden. Dazu zählen neue Wasserleitungen, neue Hausanschlüsse, Kabel von einem Energieversorger und von einem Telekommunikationsanbieter.

Erster Bauabschnitt weit fortgeschritten

Der erste Bauabschnitt ist schon recht weit gediehen: Die mittlere Bahnhofstraße, angefangen am Kreisverkehr über die Einfahrt zum neuen Aldi-Gelände hinweg bis zur Höhe des Istanbul-Grills (Bahnhofstraße 26) ist schon recht weit fortgeschritten. Die Linksabbiegespur zum Aldi-Markt ist gebaut, etliche Hauanschlüsse sind fertig, Wasserleitungen und neue Kabel liegen.

An der Südseite wird nun in Richtung Kreisverkehr das Gehwegpflaster erneuert, Leerrohre werden für die neuen Straßenlampen verlegt. Zwischenzeitlich gab es Verzögerungen wegen des Hochwassers und einem erheblichen Mehraufwand im Rahmen des Ausbaus Dahler Straße, berichtet der zuständige Tiefbauingenieur beim Neuenrader Bauamt, Han-Jörg Ossenberg.

Insgesamt sechs Bauabschnitte

Vom Grundsatz her arbeitet man sich nun in Richtung Innenstadt vor. Ossenberg verweist auf insgesamt sechs Bauabschnitte. Dabei werden sowohl in der Nord- als auch in der Südseite neue Wasserleitungen gelegt – auch aus arbeitsökonomischen Gründen. So müsse unter anderem bei der Herrichtung der Hausanschlüsse und etwaig auftretenden Schäden nicht die gesamte Straße aufgerissen werden.

Wichtig für die Autofahrer dürfte auch die Nachricht sein, dass der „bituminöse Aufbau der Fahrbahn komplett erneuert wird“, sagte Ossenberg. Das funktioniere allerdings nur bei Vollsperrung der Straße. Ansonsten könnten die drei Bitumenschichten nicht aufgebracht werden. „Das wird allerdings an mehreren Wochenenden geschehen“, kündigt Ossenberg temporäre Vollsperrungen an. So will man die Verkehrsbehinderungen möglichst gering halten. Der Verkehr muss dann sicher weiträumig umgeleitet werden, sagte Ossenberg. Die Wochenendarbeit habe man seinerzeit bei der Ausschreibung zur Bedingung gemacht, erläuterte der Tiefbauingenieur.

Einzelhändler nicht begeistert

Alles andere als begeistert sind die durch die Pandemie ohnehin arg gebeutelten Einzelhändler entlang der Bahnhofstraße angesichts der sich abzeichnenden Situation. Zumindest Blumenhändler Schmitt befürchtet Umsatzverluste, sagte er unlängst. Die Erfahrung lehre, dass Baustellen Kundschaft kosten.

Auch interessant

Kommentare