Das Datenprofil der Stadt Neuenrade

NEUENRADE ▪ Was sich jeder schon fast gedacht hat – Neuenrade ist eine Kleinstadt. Das habern die Statister in Düsseldorf nun amtlich festgestellt. Neuenrade spielt dabei in einer Liga mit Bönen, Fröndenberg, Holzwickede oder Winterberg.

Die Düsseldorfer haben wieder einmal die Kommunalprofile der Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen aktualisiert und haben dabei durchaus interessantes Datenmaterial zusammen gestellt – und mit anderen Daten in Beziehung gesetzt, um das statistische Profil der Stadt einordnen zu können. So weist Neuenrade im Vegleich zu den anderen Städten von Kreis und Land mit 54 Prozent überdurchschnittlich viel Wald auf. Und die Bevölkerungszahl ist dabei in den vergangenen 20 Jahren kontinuierlich gestiegen. Knapp 11000 Einwohner wurden noch 1980 gezählt - per 31. Dezember 2010 sind es immerhin über 12000 Einwohner. Gut zehn Prozent der Einwohner haben dabei keinen Deutschen Pass. Der Anteil der Nichtdeutschen ist nach einem Höhepunkt 1995 (1613) dabei gesunken. jetzt sind es 1338 Menschen ohne deutschen Pass. Der Anteil ist dabei im Vergleich zu anderen Städten überdurchschnittlich. Auch die Daten über die Alterstrukturen haben die Statistiker des Landesamtes aufbereitet. Demnach bilden die über 65 Jahre alten Menschen in Neuenrade mit 2390 Personen die größte Gruppe. Dann folgten die 40 bis 50-jährigen. Davon gibt aktuell ungefähr 2220 in Neuenrade.

Auch eine Prognose über die Bevölkerungsentwicklung geben die Statistiker für die kommenden 20 jahre ab. Demnach rechnen sie damit dass 2030 noch etwas mehr als 10500 menschen in der Hönnestadt leben werden. Der demographische Wandel wird also auch in Neuenrade zu spüren sein – wenn auch relativ moderat. Das ist noch lange hin, da ist noch Spielraum für Stadtplaner, Menschen nach Neuenrade zu locken, hier zu halten, die Stadt interessant zu machen.

Weitere Daten: Derzeit leben 1054 schwerbehinderte Menschen in Neuenrade. Und knapp 3500 Menschen gehen hier einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach. 70 Prozent davon arbeiten im produzierenden Gewerbe – in der Metallindustrie (26 Betriebe). ▪ Peter von der Beck

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