„Das könnte einmal mein Beruf werden“

Levin Hötte beim Altenaer Kreisblatt freute sich über die Möglichkeit, einmal offiziell neugierig sein zu dürfen. Das entspräche seinen Neigungen.

Neuenrade - „Ja, das kann ich mir schon vorstellen“, lautet das Fazit von Linda Voss nach einem Praktikum als tiermedizinische Fachangestellte in der Tierarztpraxis von Dr. med. vet. A. Schick in Altena. Sie und 26 ihrer Mitschüler verschafften sich in den vergangenen drei Wochen Einblicke in das Arbeitsleben.

Linda hatte sich für die Tierarztpraxis entschieden, weil sie es dort bei eigenen Besuchen mit ihrer Katze bei Frau Dr. Schick schon immer spannend fand. Und sie wollte wissen, ob es auch aufregend bleibt, wenn man täglich damit zu tun hat. „Angst vor Tieren“, so Schick, „sollte man natürlich nicht haben. Das ist eine wichtige Voraussetzung.“ Und sie war voll des Lobes für Linda, da diese gut mit den Tieren umgehen konnte, Fragen stellte und Interesse zeigte für alles, was mit dem Beruf zu tun hat.

Dass die Praktikanten Interesse an dem Beruf zeigen, sei für alle Betriebe eine wichtige Anforderung. Denn sie nehmen sich Zeit, den jungen Leuten den Beruf zu erklären, die Aufgabenfelder abzustecken und Informationen über ihr Unternehmen zu geben. Da gehöre das selbständige Nachfragen, Pünktlichkeit, Höflichkeit und Aufgeschlossenheit einfach dazu. Und dass die Waldorfschüler diese Tugenden beherrschen, davon überzeugten sich Praktikumsbegleiter und Fachlehrer Patrick Scholl. Letzterer zeigte sich deshalb nach den drei Wochen auch stolz auf die Schüler.

Es falle heute schon auf, wenn ein Schüler den ganzen Tag nicht ein einziges Mal sein Handy hervorhole. Dies bestätigte auch Thomas Bender aus der Lokalredaktion des Altenaer Kreisblatts. Sein Praktikant Levin Hötte gab ein sehr gutes Bild ab und freute sich selbst über das Praktikum bei der Zeitung, weil es seinen Neigungen genau entsprach. Neugierig sein und recherchieren, das sei etwas, was dem jungen Mann liege.

Auch die anderen Schüler der zehnten Klasse der Freien Waldorfschule Neuenrade hatten viel Spaß an der Abwechslung zum Schulunterricht. Nicht für alle war es der Traumberuf, aber immerhin eine Hilfe für das spätere Leben.

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