Niederheide

Aldi steht wohl noch in diesem Jahr

Neuenrade – Wenn alles gut geht, dann übergibt der Investor VR Südwestment das geplante Aldi-Verkaufsgebäude an der Niederheide noch in diesem Jahr an den Discounter.

Eco.Plan-Geschäftsführerin Ruth Echterhage (über die Holding an VR Südwestment beteiligt) ist naturgemäß zurückhaltend, was Zeitabläufe anbelangt, doch der Plan steht. Bis Ende April sollen die Tiefbauarbeiten und die Bodenaufbereitung erledigt sein, die Hochbauarbeiten sind bereits ausgeschrieben, dann folgen noch die Vergabeverhandlungen. Der Bauantrag ist eingereicht, und sobald die Genehmigung vorliegt – man hofft auf Ende April – kann der Hochbau sofort starten. „Normalerweise dauert die Errichtung des Gebäudes dann noch vier Monate“, sagte Echterhage. Eco.Plan plant und überwacht das Projekt. Ob die Neuenrader schon in diesem Jahr bei Aldi einkaufen können, das liegt dann an den Plänen des Discounters.

Auch 30 familiengerechte Wohnungen sollen dort entstehen

Derzeit laufen bereits die Tiefbauarbeiten. Das alte Haus wurde abgerissen, aktuell werden Kanäle und Versorgungsleitungen verlegt und die Einfahrt für das erheblich tiefer liegende Gelände wird hergerichtet. Das barrierefrei hinzubekommen, sei kein leichtes Unterfangen gewesen, verriet Ruth Echterhage. Behindertengerechte Bürgersteige und eine Rollstuhlabfahrt werden an der Einfahrt gebaut. Seitlich davon wird viel Grün angelegt. Aldi-Kunden werden den Discounter-Parkplatz nach der Einfahrt auf der linken Seite finden, Aldi schließt sich rechts an. Insgesamt nehmen das Gebäude des Discounters und der Parkplatz gut 1500 Quadratmeter Fläche ein. Angrenzend an das Geschäft, quasi zwischen Hönnequell-Schule und Verkaufsgebäude, wird es Wohnbebauung geben. Geplant ist hier laut Echterhage „rund 30 familiengerechte Wohnungen herzurichten“. Das biete sich wegen der Nähe zur Schule und den Kindertagesstätten an. Auch die Einkaufsmöglichkeiten seien ja vorhanden. Rund um diese drei gemischten Mehrgenerationenhäuser werde es viel Grün mit Bäumen geben.

Photovoltaik und Nutzung der Kühlaggregate

Weitere Details zu den Häusern, und ob es eventuell öffentlich geförderter Wohnraum werde, stehe noch nicht fest, sagte Ruth Echterhage. So werde aus dem alten Sportplatz mit seiner „wassergebundenen Schotterfläche“ ein ansehnliches Ensemble mit viel Grün – ökologisch auf dem neuesten Stand. So werde auf dem Discounter eine Photovoltaik-Anlage aufgesetzt, zudem nutze man die Abwärme der Kühlaggregate.

Echterhage missbilligte in diesem Zusammenhang die Kritik der Grünen. Die sahen unter anderem bei Rad- und Fußverkehr die Interessen „nicht ausgewogen genug“ berücksichtigt. Echterhage ist irritiert, weil die Grünen bei allen politischen Entscheidungen dabei gewesen seien und erst viel zu spät die Pläne kritisiert hätten – und ohne überhaupt mit den Planern zu sprechen.

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