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Darum hat Neuenrades Ex-Bürgermeister Klaus Peter Sasse  reichlich zu tun

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Klaus Peter Sasse in seinem Wohnzimmer. Im Hintergrund der große Ohrensessel, in dem er zuweilen gerne sitzt.

Neuenrade – Dieses spezielle Gebäude ist ein Standortfaktor – davon ist Klaus Peter Sasse überzeugt. Die „Motte“ hat ihr Publikum gefunden und die Zahl jener, welche die hölzerne Burg besuchen, steigt. Circa 500 Besucher und eben nicht nur aus Neuenrade, besuchten die weithin sichtbare Turmhügelburg von Frühjahr bis Herbst. Dass die Motte mit allem drum und dran interessant ist, hat sich herumgesprochen – es wird eher mehr als weniger.

Es sind viele kleine Mosaiksteinchen, die dabei das Gesamtbild formen: Der Verkauf des Küntroper Motten-Mets (ein Gemisch aus Honigwein und Kirsch-Whisky). Es gibt Postkarten mit der Motte als Motiv und natürlich ein Vortragsprogramm, Lesungen für Kinder und Erwachsene, dazu spezielle Kulturevents mit Musik. Ob Autorin Martina Grünebaum aus ihren Büchern liest, Videos vom Aufbau der Motte gezeigt werden, eine Mitternachtslesung mit Harfenmusik geboten wird oder einfach jemand dort heiratet – an der Motte ist fast immer etwas los.

Klare Sache, dass auch die Führungen beliebt sind. Das Team, welches Touren durch die Motte anbietet, besteht aus Klaus Peter Sasse, Katja Rabe, Heinrich Kaiser, Holger Böse, Ludger Stracke und dem Kreisheimatpfleger und Vorsitzenden der gräflichen Allianz, Rolf Klostermann. Der Mittelalterverein Gräfliche Allianz hat inzwischen sogar seinen Sitz in Küntrop.

Noch weitere Ehrenamtliche sind involviert, die wiederum andere Aufgaben haben. Zur Freude von Sasse besuchen auch viele Kindergartenkinder und auch ganze Grundschulklassen die Motte und erhalten dann von Sasse eine kindgerechte Führung.

So ist es ein strammes Programm, das der ehemalige Bürgermeister zu bewältigen hat. Es ist alles nicht mal eben zu meistern: „Es gibt reichlich zu tun, ein bisschen weniger wäre nicht schlecht“, sagt Sasse. Und so freut er sich, dass sich der Ortsarbeitskreis, der Ortsvorsteher Ludger Kemper und die St.-Sebastian-Schützen mit einbringen. So pflegen die Schützen das Umfeld der Motte gleich mit, wenn sie ohnehin mit der Schützenhalle befasst sind. Sasse freut sich da über die enge Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.

Der Ex-Bürgermeister hat jedenfalls immer noch reichlich Termine und eben nicht nur mit der Motte zu tun. Auch das Stadtmuseum erfordert viel Aufmerksamkeit. Auch hier ist immer etwas in Bewegung. Dieses Viererteam – Rolf Dieter Kohl (Stadtgeschichte), Heinz Werner Turk (Verkehrsgeschichte), Klaus Peter Sasse (Industriegeschichte) und Ulrich Tillmann (alles Technische) – hat ebenfalls viel Arbeit: Da sind die Führungen, aber eben auch der Kontakt mit den Besuchern oder mit Exponat-Spendern. Sasse freut, dass sich das städtische Museum sozusagen ins Neuenrader Leben integriert, es identitätsstiftend geworden sei. Schon in der Grundschule gehöre der Besuch des Stadtmuseums wie selbstverständlich dazu, sagt Sasse.

Weil Stillstand bekanntlich Rückschritt ist, bewegt sich mit und im Museum laufend etwas: Die Ausstellungsräume werden um einen kleinen Raum erweitert. Vitrinen, Tische und Stühle sind schon angeschafft, weitere Exponate auch. Zudem soll es dort eine Präsenzbibliothek geben. Es geht voran. Die Beschäftigung mit der Heimatgeschichte ist also nicht unbedingt nur eine intellektuelle und organisatorische Angelegenheit, insbesondere die Sache mit den Exponaten wirkt sich aus: So manche Dinge lagern bei den Beteiligten, bis sie irgendwann einmal einen Platz im Museum bekommen werden.

Klaus Peter Sasse jedenfalls hat, ein paar Jahre nach seinem Job als Bürgermeister, nicht viel weniger zu tun. Sasse formuliert es so: „Was ich überhaupt nicht habe, das ist Langeweile.“ Und noch etwas gibt er mit auf den Weg: „Nichts geht allein. Alles ist nur mit den Freunden möglich – und nur so macht es auch Spaß.“

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