Darum müssen die Neuenrader für Wochen ohne Schwimmbad auskommen

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Das Hallenbad wird vor allem von den Schulen für den Schwimmunterricht genutzt.

Neuenrade – Das Neuenrader Hallenbad steht der Öffentlichkeit erst wieder nach den Herbstferien zur Verfügung. Der Grund ist eine Reparatur der Hubbodensteuerung.

Das Schulschwimmen kann allerdings stattfinden, weil die Wassertiefe dafür 80 Zentimeter beträgt. 

Gerhard Schumacher, Kämmerer und auch zuständig für den Betrieb von Frei- und Hallenbad, erläuterte auf Nachfrage die Hintergründe. Demnach haben Techniker bei der jährlichen Routineüberprüfung der Hallenbad-Technik im Sommer festgestellt, dass es Verschleißschäden an wesentlichen Teilen des Antriebs gibt, der den Beckenboden anhebt oder absenkt. Die Fachleute hätten nun eine Reparatur/Austausch der betroffenen Teile empfohlen, um zu verhindern, dass größere Schäden entstehen. Möglichst wenig bewegen möge man in der Zwischenzeit den Boden, sonst könne sich dieser bei Ausfall der mechanischen Teile auch schräg stellen. 

Fachunternehmen benötigt lange Vorlaufzeit

Auch um einen plötzlichen Ausfall bei laufendem Betrieb und damit höhere Kosten zu vermeiden, habe man sich zur Reparatur entschieden. Veranschlagt werden rund 16 000 Euro. Da aber das Fachunternehmen „zwei bis drei Monate“ Vorlauf benötigt, haben die Stadtverantwortlichen beschlossen, die Erneuerung „in der Herbstferien“ ausführen zu lassen. Daher müsse das Hallenbad für den öffentlichen Badebetrieb und den Vereinsbetrieb vorerst geschlossen bleiben. Nur Schulschwimmen könne nach Rücksprache bei den Schulen stattfinden. 

Noch können die Schwimmer das Freibad nutzen. Das ist bis Freitag, 13. September geöffnet. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Neuenrade und die TuS-Abteilung nutzen das Bad zum Training. Auch Kurse werden dort veranstaltet. 

Immer wieder Probleme mit dem Hallenbad

Es ist nicht das erste Mal, dass das Hallenbad wegen Reparaturarbeiten verspätet geöffnet wird oder dass der Badebetrieb zwischenzeitlich ruhen muss. Mal fiel ein Kompressor aus, mal war ein Fühler der Beckenerwärmung defekt, auch eine Reparatur am Schwallwasserbecken war erforderlich. 

Das Bad ist angesichts der Reparaturen ins Visier der Kommunalpolitik geraten. Im April machte die FWG einen Vorstoß und fragte bei der Verwaltung Daten und Fakten zur Kostenstruktur des Hallenbades an. Außerdem hatte das einstige FWG-Mitglied Michael Hammer, nun Vorsitzender der FDP Neuenrade, schon mal im Vorfeld angeregt, über den Neubau eines Hallenbades nachzudenken. 

Neubau für Stadt keine Option

Inzwischen gibt es eine Haltung der Verwaltung. Kämmerer Schumacher sagte: „Der Bürgermeister und ich sind der Ansicht, dass man den Fokus auf das Schwimmenlernen für die Schüler legen sollte. Wir unterhalten das, was wir haben“. Einen Neubau werde man deshalb nicht vorschlagen. Schumacher betonte aber: Letztlich sei das eine Entscheidung der Politik

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