Einspurig mit Ampelschaltung

Dahler Straße wieder frei: Gewaltige Zeitersparnis für Fahr-Schüler

Der Weg über den Kohlberg ist nun offiziell für alle Verkehrsteilnehmer wieder frei.
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Der Weg über den Kohlberg ist nun offiziell für alle Verkehrsteilnehmer wieder frei.

Der SUV-Fahrer gibt noch mal so richtig Gas, er hat es offensichtlich eilig und entschwindet in Richtung Kohlberg. Ein Mitarbeiter der Firma Ossenberg AST sagt mit sarkastischem Unterton: „Das waren jetzt aber ganz grob 30.“

Die Dahler Straße ist nach der Sanierung seit Montag auch offiziell für alle Verkehrsteilnehmer freigegeben.

Es gibt eine einspurige, ampelgesteuerte Regelung, die in der Art einer Wanderbaustelle immer dort zum Einsatz kommt, wo gerade die letzten Restarbeiten erledigt werden. Die Geschwindigkeit wird vorerst auf 30 Kilometer pro Stunde limitiert. Man hofft, dass sich die Autofahrer auch daran halten, sonst wird es für die Bauarbeiter zu gefährlich.

Gehweg muss noch gepflastert werden

Am Montag gab es noch vorbereitende Arbeiten, um die einspurige Nutzung der Straße zu ermöglichen. Eine Reihe von Restarbeiten sind insgesamt noch zu erledigen, die aber eine Nutzung der Straße bereits wieder möglich machen. Etliche Teile des Gehwegs müssen noch gepflastert werden, die Einfahrt zum Umweg/Tannenweg steht noch auf der Liste, überirdische Stromleitungen sind noch zu entfernen, Randarbeiten zu machen. Auch Markierungen fehlen noch, die nasse Witterung hat hier aber zu Verzögerungen geführt. Vorarbeiten dafür wurden aber offensichtlich schon geleistet.

Während der umfassenden Sanierungsphase durften ausschließlich Linienbusse, Anwohner und zwischendurch einmal Schwerlastverkehr für die Windkraftanlagen auf dem Kohlberg die Ortsdurchfahrt legal nutzen. Das hatten sowohl die Stadt Neuenrade als auch Straßen.NRW immer kommuniziert.

Verzögerung durch das Unwetter

Nur im Rahmen des Starkregenereignisses und beim Einbau der Asphaltschichten war die Straße zwischenzeitlich voll gesperrt. Das Unwetter Mitte Juli hatte bei den Sanierungsarbeiten zu Verzögerungen geführt, zudem war der Untergrund schlechter als gedacht, die Straße musste an deutlich mehr Stellen von Grund auf saniert werden.

Die Firma Ossenberg sorgte durch verstärkten Personaleinsatz dafür, die verlorene Zeit wieder aufzuholen. Durch die Sperrung der B 236 vor Altena, die zerstörte Höllmecke und nun auch durch den von Werdohl aus gesperrten Abschnitt des Höhenweges konnte Altena bis zuletzt nur durch Schleichwege via Nettenscheid und weiträumige Umleitungen von Werdohl/Neuenrade aus erreicht werden. Das war und ist noch besonders bitter für die Schüler des Burggymnasiums (BGA) aus Neuenrade, deren Fahrtzeit zur Schule in Altena sich mit Wiederbeginn des Unterrichts nach den Sommerferien drastisch verlängerte. Nun bessert die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) nach und schickt wohl noch im Laufe der Woche, spätestens aber ab 30. August für die Neuenrader Busse über den Kohlberg und Dahle via Nette zum BGA. Damit reduziert sich die Fahrtzeit für die Neuenrader Schüler erheblich und verbessert sich sogar gegenüber den Vor-Starkregenzeiten.

Eine alte Forderung der Stadt

Dass die Fahrschüler über den Kohlberg zum BGA transportiert werden, ist eine alte Forderung auch der Verantwortlichen der Stadt Neuenrade. Die MVG hatte das Ansinnen aus Kostengründen aber bislang immer abgelehnt. So mussten die Neuenrader immer erst per Bus die Serpentinen hinunter zum Werdohler Bahnhof transportiert werden, wo sie in den Zug nach Altena umstiegen. Die Tour über den Kohlberg spart eine gute halbe Stunde Fahrtzeit für die Schüler – pro Strecke.

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