Stadtsportverband in Neuenrade

Coronavirus: Urkunden "am Gartenzaun" überreicht

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Horst Echterhage überreichte die Urkunden an Greta und Leon, stellvertretend für 13 junge Sportler, die erstmals das Sportabzeichen absolviert haben.

Neuenrade – „Als Anfang März aufgrund steigender Corona-Infektionszahlen die Sportabzeichen-Verleihung im Hotel Kaisergarten kurzfristig abgesagt wurde musste, hat niemand geglaubt, dass auch der Sportabzeichen-Treff im Waldstadion diesem Virus zum Opfer fällt“, blickt Horst Echterhage zurück.

Mittlerweile weiß es der Vorsitzende des Stadtsportverbandes (SSV) Neuenrade besser. Training und Abnahme finden seit Monaten nicht statt, erst 2021 soll es weitergehen. Inzwischen haben zumindest die Aktiven, die 2019 ihr Sportabzeichen abgelegt haben, ihre Urkunden bekommen. „Dank einiger fleißiger Helfer wurden die Urkunden in die Briefkästen verteilt oder am Gartenzaun auf Abstand überreicht“, sagt Echterhage. 

So erhielten 207 erwachsene und jugendliche Sportler auf ungewöhnliche Weise ihre Auszeichnung. „Aufgrund der Tatsache, dass 27 Familien teilgenommen haben, verringerte sich die Anzahl der Anlaufstellen erheblich“, berichtet Echterhage. Weiterhin erhielten Gruppen und Mannschaften die Auszeichnungen: So die Turn-Abteilung (Spiel-Sport-Spaß-Gruppe) des TuS Neuenrade mit 65 Teilnehmern, die Leistungsturner (fünf Teilnehmer), die Waldorfschule (32 Teilnehmer), das Sportprojekt der Hönnequell-Schule (19 Teilnehmer) und die Ferienbetreuung der Grundschule Altenaffeln (29 Teilnehmer). 

Coronavirus in Neuenrade: Langjährige Teilnehmer persönlich ausgezeichnet

Zum Ende der Sommerferien übergaben die SSV-Verantwortlichen im Freibad Friedrichstal zudem Urkunden und Ehrenabzeichen persönlich an langjährige Teilnehmer. So legte Hans Joachim Seidel sein 40. Sportabzeichen erfolgreich ab, Reinhard Fritsch erhielt die Auszeichnung für seine 30. erfolgreiche Teilnahme. Beide beide absolvierten die Disziplinen in der Leistungsstufe „Gold“. 

Bernhard Rüschenberg ist seit 40 Jahren ehrenamtlich als Prüfer tätig.

Besonders ausgezeichnet wurde Bernhard Rüschenberg, Ehrenvorsitzender der Ortsgruppe Neuenrade in der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG). Für seine mittlerweile 40-jährige Prüfertätigkeit für das Deutsche Sportabzeichen im Bereich „Schwimmen“ bekam Rüschenberg die Dankesurkunde des Deutschen Olympischen Sportbundes sowie den Pokal des SSV Neuenrade. „Vielleicht hat Bernhard mit seinem langjährigen Engagement den Grundstein für die gute Zusammenarbeit von DLRG und Stadtsportverband über viele Jahre gelegt“, erklärt Echterhage. So besitzen derzeit acht Rettungsschwimmer die Qualifikation, um Sportabzeichen-Disziplinen zu prüfen. Hinzu kommen noch die Schwimmmeister und die Bäderfachangestellten. 

Neue Kräfte heranführen

Das Prüferteam im Waldstadion ist mit 16 Aktiven, zum großen Teil Übungsleiter aus verschiedenen Disziplinen, ebenfalls gut aufgestellt. „Alle sind mit großer Erfahrung und Einsatzbereitschaft tätig. Trotzdem war und ist es nicht möglich, einen Sportabzeichen-Treff nach den Vorgaben der Corona-Schutzverordnung durchzuführen“, sagt Echterhage. Die Hälfte des Teams gehöre zur Corona-Risikogruppe, nur eine Prüferin sei jünger als 40 Jahre. 

Langjährige Teilnehmer: Hans-Joachim Seidel und Reinhard Fritsch, die ihr 40. beziehungsweise 30. Sportabzeichen erfolgreich ablegten.

„Für die Zukunft brauchen wir Prüfernachwuchs, der von den Erfahrungen der Älteren profitiert und gut ausgebildet ins Team hineinwachsen kann“, sagt Echterhage. Denn perspektivisch sei es nur mit weiteren und hauptsächlich jüngeren Prüfern möglich, den Sportabzeichen-Treff aufrecht zu erhalten.

Mehr zum Coronavirus und den Auswirkungen auf die Region lesen Sie hier im MK-Liveticker.

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