Trotz vieler Regeln: Etliche Blutspender in der Schützenhalle

+
Blutspende in Zeiten von Corona: Rebecca Rosner spendet regelmäßig Blut und lässt sich auch jetzt nicht davon abbringen.

Neuenrade - Die Neuenrader lassen sich von den Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus vom Blutspenden nicht abhalten. Trotz strenger Regel kamen viele Spender.

So war die Küntroper Schützenhalle gestern gleich zu Beginn des Blutspendetermins gut besucht. Der Parkplatz zwischen Motte und Halle füllte sich zusehends. 

Sonja Wellenberg hatte alle Hände voll zu tun. Die Teamleiterin des Blutspendedienstes sprach gleich am Eingang mit den Ankömmlingen, um einen Verdacht auf eine Infektion auszuschließen. Sie maß mit einem Fieberthermometer die Körpertemperatur und stellte gezielt Fragen: Ob man Erkältungssymptome habe, in den vergangenen 14 Tagen im Ausland gewesen sei oder zu Corona-Patienten Kontakt gehabt habe. 

Viele Fragen vor der Spende

Manchmal gab es Nachfragen, aber in der Regel durften die Blutspender passieren, um sich an der Anmeldung registrieren zu lassen. Das managten Michaela Hellweg und Sandra Scheffler. Dann ging es für die Blutspender weiter, um den Hämoglobinwert messen zu lassen. Wenn der in Ordnung war, gab es weitere Fragen an den nächsten Stationen. Der Blutdruck wurde auch gemessen. 

Fiebermessen am Eingang: ie Teamleiterin des DRK-Blutspendedienstes, Sonja Wollenberg, kontrolliert aber schon am Eingang die Körpertemperatur der Spender.

Wer alle Untersuchungen und Formalitäten erledigt hatte, landete bei Marcus Richter, der dann die gekennzeichneten Blutbeutel und Untersuchungsröhrchen an die Spender ausgab, die sich zur Blutentnahme begaben. Untersucht werde das Blut in den Röhrchen später auf Hepatitis, HIV und HTLV (Bluterkrankung). 

Auf Corona werde nicht mehr getestet, sagte Marcus Richter. Ruhig und diszipliniert unterzogen sich die Blutspender den Nachfragen und Untersuchungen. 

Spender zeigen Verständnis

Ärger gebe es nie, sagte Richter. Die Leute hätten Verständnis. Nur gelegentlich gebe es mal den einen oder anderen, der die Schutzmaßnahmen für übertrieben halte. 

Er betonte die Bedeutung des Blutspendens: Vor allem für Krebspatienten werde Blut benötigt, Vorräte seien wichtig. Auch vor dem Hintergrund, dass demnächst die regulären Operationen wieder in Angriff genommen würden. „Dann wird wieder mehr Blut gebraucht.“ 

Mehr zum Coronavirus und den Auswirkungen auf die Region lesen Sie hier im MK-Liveticker.

Trotz der Abstandsregelung und der Eingangskontrollen ging es flott. Die Wartezeit für die vielen Blutspender hielt sich zumindest zum Auftakt in Grenzen. Dass das Blutspenden unter diesen Umständen erfolgte, war für die Spender kein Problem. „Ich finde gut, dass es hier in der Schützenhalle stattfindet. Da ist man weiter auseinander und Blutspenden ist wichtig“, sagte Marianne Exner. 

Neuro statt Schnittchen

Das sieht Rebecca Rosner genauso, die „regelmäßige Blutspenderin“ ist. Wegen der Pandemie-Vorschriften gibt es keine Schnittchen nach dem Blutspenden, dafür aber eine kleine Aufmerksamkeit am Ende der Prozedur: fünf Neuro.

Am Mittwoch, 6. Mai, gibt es noch die Gelegenheit, in der Küntroper Schützenhalle Blut zu spenden – und zwar in der Zeit von 10 bis 20 Uhr.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare