Schulleiterin wartet auf Informationen

Hönnequell-Schule: Entlassfeiern ohne die Eltern?

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Eva Päckert, Leiterin der Hönnequell-Schule, wartet noch auf die rechtlichen Vorgaben, die Schulministerin Yvonne Gebauer schon am Mittwoch für Abschlussfeiern mit den Eltern angekündigt hatte.

Neuenrade – Noch ist nicht endgültig entschieden, in welcher Form die Entlassfeier für die Zehntklässler der Hönnequell-Schule (HQS) ausgerichtet wird.

Schulleiterin Eva Päckert hatte Anfang der Woche eine vermeintlich endgültige Mitteilung dazu veröffentlicht, wie die Schule die Veranstaltung plant. Der wohl schärfste Einschnitt dabei: Eltern sollten nicht an der Feier teilnehmen dürfen. Grund für diese Entscheidung des Schulleitungsteams waren die geltenden Corona-Auflagen. 

Wenige Tage später meldete sich aber Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) zu Wort: Schülern solle die feierliche Übergabe von Abschlusszeugnissen im Beisein ihrer Eltern ermöglicht werden. Das wäre das genaue Gegenteil davon, was die HQS schweren Herzens beschlossen hatte. Soll nun ein weiteres Mal alles anders kommen als geplant? 

Coronavirus in Neuenrade: Ablauf stand eigentlich

In ihrer Mitteilung schrieb Päckert am Montag: „Angesichts streng einzuhaltender Hygienevorschriften und in Absprache mit der Bezirksregierung Arnsberg wird unsere diesjährige Zeugnisausgabe klassenweise zeitlich versetzt in der Aula der Schule stattfinden.“ Ohne die Eltern, ohne einen Sektempfang vor der Aula, ohne das traditionelle Gruppenfoto zur Erinnerung an die Schulzeit. 

Stattdessen übergäben die Klassenlehrer nach einer kurzen Begrüßung und einem kleinen Festakt die Zeugnisse an die Schüler und machten von jedem ein einzelnes Foto. 

Regelungen liegen noch nicht vor

Verglichen mit den vorherigen Jahren, wäre das natürlich eine trostlose Vorstellung. Die Ankündigung der Schulministerin begrüßt Päckert daher, kann aber noch nicht sagen, ob sich nun auch für die HQS etwas ändern wird. Denn bislang seien die angekündigten rechtlichen Regelungen der Idee von Gebauer nicht gefolgt. 

Die Schulministerin hatte am Mittwoch gesagt: „Dies ist ein wichtiges Ereignis für die ganze Familie. Es wäre ein schmerzlicher Verzicht, den Schülern und ihren Familien diesen ganz besonderen Moment der Freude und des Stolzes vorzuenthalten.“ Die Zeugnisverleihung symbolisiere den erfolgreichen Abschluss der Schulzeit und markiere den Eintritt in den nächsten Lebensabschnitt. 

Zeugnisse sollen nicht einfach verschickt werden

Deshalb hatte die HQS schon beim bisherigen Konzept alles daran gesetzt, dass eine Feier zwar im kleinen Rahmen, aber überhaupt stattfinden kann. „Ihr habt so viele Jahre dafür gearbeitet, den Abschluss zu erreichen. Um euch und eurer Leistung Respekt zu zollen, soll es kein bloßes Abholen oder Verschicken der Zeugnisse per Post geben“, schreibt Päckert in der Mitteilung an die Schüler. 

„Natürlich sind wir offen dafür und würden überlegen, wie wir den Eltern doch Zutritt zu gewähren können“, so Päckert.

Mehr zum Coronavirus und den Auswirkungen auf die Region lesen Sie hier im MK-Liveticker.

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