Ordnungsamt droht jetzt mit Strafen

Viele Verstöße: In dieser Stadt im MK wird die Maskenpflicht häufig nicht eingehalten

In Neuenrade wird die Maskenpflicht häufig nicht eingehalten. Diesen Eindruck hat zumindest das Ordnungsamt gewonnen.
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In Neuenrade wird die Maskenpflicht häufig nicht eingehalten. Diesen Eindruck hat zumindest das Ordnungsamt gewonnen.

„Viele halten sich nicht an die Maskenpflicht.“ Sabine Rogoli, die Leiterin des Neuenrader Ordnungsamtes, ärgert sich zunehmend über Menschen, die es insbesondere im Freien mit dem Tragen der Schutzmasken nicht so genau nehmen.

Seit dem 1. Dezember gilt die Maskenpflicht in Nordrhein-Westfalen auch auf öffentlichen Parkplätzen in den Städten und im direkten Umfeld der Geschäfte. Und schon zuvor musste „überall dort eine Maske getragen werden, wo man mit größeren Menschenansammlungen rechnen muss“. Der Parkplatz im Mühlendorf ist – zumindest zu den Stoßzeiten – ein solcher Ort. Doch spätestens seit Anfang des Monats ist unstrittig: Ohne die Stofflage vor Mund und Nase darf dort niemand aus dem Auto steigen beziehungsweise den Parkplatz betreten.

Doch Rogoli hat nicht nur ein Mal beobachtet, dass zwischen den Autos ein Schwätzchen gehalten wird – ohne Maske. Deshalb appelliert sie, gemeinsam mit Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU), erneut an die Neuenrader: „Bitte halten Sie sich an die Regeln.“

Coronavirus in Neuenrade: Regelmäßige Kontrollen

Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes seien regelmäßig in der Stadt unterwegs. „Auch in der Vorweihnachtswoche werden wir kontrollieren“, kündigt Sabine Rogoli an. Und sollten freundliche Aufforderungen nicht zum Ziel führen, dann könne es für Maskenverweigerer auch in der Hönnestadt teuer werden. „Wer keine Maske trägt, muss 50 Euro zahlen. Und wir schrecken nicht davor zurück, dieses Geld auch einzufordern.“

Das unterstreicht auch der Bürgermeister: „Wir werden mit Maß daran gehen, aber auch die Rechtsmittel ausschöpfen, die uns zur Verfügung stehen.“ Denn schließlich müsse inzwischen jedem klar sein, wie ernst die Lage ist. „Das ist kein Spaß mehr. Jeden Tag sterben viele Menschen.“

Appell an die Vernunft der Neuenrader

Um das Infektionsgeschehen einzudämmen, erinnern Wiesemann und Rogoli zudem an die Sicherheitsabstände in den Geschäften. Und auch in diesem Zusammenhang hofft Rogoli auf die Vernunft der Neuenrader: „Bitte gehen sie alleine einkaufen, ohne Partner und ohne Kind.“ Dann hätten auch andere Menschen die Chance, ihren Einkauf stressfrei und mit Sicherheitsabstand zu erledigen.

„Wir machen das alles nicht, um die Menschen zu ärgern“, unterstreicht der Bürgermeister. Das Ordnungsamt suche ständig nach Lösungen, wenn es problematisch werde. Beispiel: Bäckerei-Filialen in Einzelhandelsgeschäften. Wer nur etwas beim Bäcker kaufen möchte, der muss keinen Einkaufswagen mitnehmen. „Deshalb stehen im Hagebaumarkt jetzt zusätzlich Einkaufswagen für diejenigen bereit, die beim Bäcker waren und dann doch in den Markt gehen möchten.“

Coronavirus in Neuenrade: Verantwortliche wünschen sich klare Linie

Apropos Bäcker, Imbissbuden und Lebensmittelgeschäfte: „Wir möchten noch einmal daran erinnern, dass der Verzehr von Lebensmitteln im Umkreis von 50 Metern um das Geschäft nicht gestattet ist“, erklärt die Ordnungsamtsleiterin.

Mit Blick auf das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel würden sich Rogoli und Wiesemann von der Landesregierung „eine klare Linie“ wünschen. Ansonsten bittet der Bürgermeister die Neuenrader darum, die Feste mit „Maß und Vernunft“ zu begehen. Übrigens: In der Hönnestadt soll es keine Plätze oder Straßen mit einem Feuerwerksverbot geben. „Dann würden die Menschen nur an einen anderen Ort ausweichen, um Böller und Raketen zu zünden“, ist der Bürgermeister überzeugt. Er hofft, dass die Neuenrader vorsichtig sind, falls sie sich für Böller und Raketen entscheiden – insbesondere, wenn sie mit Bier, Wein oder Sekt gefeiert haben: „Auch hier geht es nicht darum, den Menschen den Spaß zu nehmen. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass das Pflegepersonal in den Krankenhäusern schon jetzt überlastet ist.“

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