Caritas benötigt besondere Unterstützung

In Corona-Zeiten: Das Netzwerk der Helfer wird erweitert

Caritas Mitarbeiterinnen Claudia Kaluza, Margret Vitz, Jolanta Murek und DRK-Cefin Maria Brockhagen übergeben Weihnachtstüten mit gesundem Inhalt. Auch Süßigkeiten und N‘Euros gehören zum Inhalt.
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Die Caritas-Mitarbeiterinnen Claudia Kaluza, Margret Vitz, Jolanta Murek und DRK-Chefin Maria Brockhagen übergeben Weihnachtstüten mit gesundem Inhalt. Auch Süßigkeiten und N‘Euros gehören zum Inhalt.

Wenn sie in Neuenrade die Geschenke überreichen, gibt es immer diese Momente der sichtbaren Dankbarkeit. „Manche sind überwältigt und weinen Tränen vor Freude.“ Es ist die Geste, „dass jemand an einen denkt“, welche zu diesen emotionalen Augenblicken führt, lässt Margret Vitz durchblicken.

Nicht alle würden so überschwänglich danken, man sehe bei vielen auch die Freude in den Augen. Und das sei Motivation und Dankbarkeit genug,“ sagt Margret Vitz. Sie ist für die Caritas unterwegs. Ganz klar, es gibt viele Institutionen die sich kümmern – man geht dazu über Netzwerke zu bilden.

Die Caritas St. Mariä Heimsuchung ist selbst aktiv und inzwischen auch Teil eines Netzwerkes, das Menschen hilft. Sie unterstützt die Tafel in Werdohl, sie kooperiert mit Pfarrern der beiden Konfessionen, mit dem DRK Neuenrade, der Caritas Altena und will auch noch mit Balve zusammenarbeiten. Die Kooperation ist fruchtbar, hilft gezielt zu helfen und zum Beispiel doppelte Hilfe zu vermeiden.

Coronavirus in Neuenrade: Jährliche Sammlung muss ausfallen

Allerdings musste nun die alljährliche Sammlung wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Die Haussammlung muss ohne persönlichen Kontakt stattfinden. Deshalb haben die Verantwortlichen der Caritas einen Brief an die Gemeindemitglieder aufgesetzt, mit dem sie herzlich um eine Geldspende per Überweisung bitten.

„Wir sind auf Spenden angewiesen, um auch soziale Dienste und Angebote zu sichern, für die die staatliche Förderung nicht ausreicht“, heißt es in dem von Pfarrer Kamil Pawlak unterschriebenen Brief. 400 Briefe wurden verteilt. Die Weihnachtssammlung der Caritas St. Mariä Heimsuchung Neuenrade läuft noch bis Freitag, 12. Dezember.

Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

Die Caritas arbeitet auch mit anderen Institutionen zusammen – die Ehrenamtlichen sind dabei das Bindeglied zwischen hauptamtlichen Caritas-Kräften und anderen Verbindungsstellen. So haben Margret Vitz, Claudia Kaluza und Jolanta Murek und weitere 20 ehrenamtliche Mitarbeiter gut zu tun. Wegen Corona fällt die Sprechstunde im Philipp-Neri-Haus aus, so wird eben telefonisch beraten oder man kümmert sich um das Seelenheil.

Um zu helfen, zeigt man sich kreativ im Sinne des Heiligen Franziskus, der geraten habe, unter die Menschen zu gehen: Die Caritas arbeitet mit dem DRK zusammen. So wurden kurzerhand 20 Tüten mit Weihnachtspräsenten gepackt, welche im DRK-Kaufhaus an die Besucher pandemiekonform weitergereicht werden können. Eingepackt ist Obst, das auf dem Neuenrader Markt gekauft wurde, genauso wies Saft oder auch N’Euros, die beigelegt werden. Die Geldwerten N’ Euros können die Bedürftigen dann in Neuenrade ausgeben.

Die Gruppe der Bedürftigen ist groß

Wer die Bedürftigen nicht nur in diesen vorweihnachtlichen Tagen sind, das weiß die Truppe um Claudia Kaluza: Sie nennt Kurzarbeiter, kürzlich von Arbeitslosigkeit betroffene, kinderreiche Familien, Alleinerziehende mit drei Kindern oder auch Opfer von häuslicher Gewalt, die plötzlich umziehen müssen, auch bei Menschen mit Migrationshintergrund gibt es besonderen Hilfebedarf. Claudia Kaluza und Co. vermitteln beispielsweise Familienhilfe, nehmen Kontakt zum Jobcenter auf und helfen auch ganz konkret.

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