Kita-Leiterinnen hoffen auf Kooperation der Eltern

Corona: So wird in den Kitas getestet

In den Kitas hoffen die Verantwortlichen, dass ein Teststart noch in dieser Woche möglich sein wird.
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In den Kitas hoffen die Verantwortlichen, dass ein Teststart noch in dieser Woche möglich sein wird.

„Wir wünschen uns, dass die Tests bald eintreffen und möglichst viele Eltern das freiwillige Testangebot wahrnehmen“, erklärt Adriana Kauth.

Die Leiterin der evangelischen Kindertagesstätte Sternschnuppe in Werdohl hofft darauf, dass die von der Landesregierung in Aussicht gestellten Corona-Stäbchenschnelltests möglichst bald ankommen. „Wir stellen diese dann den Eltern zur Verfügung, damit sie ihre Kinder zuhause testen können.“ Zwei Tests sollen für jedes Kind, das im eingeschränkten Regelbetrieb betreut wird, wöchentlich zur Verfügung stehen.

Tests könnten schon am Dienstag geliefert werden

Neuenrades Kämmerer Gerhard Schumacher, der auch für Angelegenheiten der städtischen Kitas zuständig ist, hat positive Nachrichten vom Märkischen Kreis erhalten: „Dort sollen die Tests am Dienstagvormittag eintreffen und dann gleich weitergeleitet werden.“ Der Kreis bediene die kommunalen Einrichtungen und die, die keinem anderweitigen Dachverband angeschlossen seien.

Danny Bexten, Leiterin der evangelischen Kita Hummelnest in Neuenrade, hofft auf einen baldigen Testbeginn. Sie befürwortet die Testung durch die Eltern, die aus ihrer Sicht absolut folgerichtig ist: „Wir dürfen den Kindern ja nicht einmal eine Zecke ziehen.“

Eltern sollen die Tests durchführen

Familienminister Joachim Stamp (NRW) hatte erklärt, man habe nach ausführlichen Beratungen mit Wissenschaftlern und Pädagogen entschieden, dass die Eltern die Stäbchen-Tests zuhause durchführen könnten – bis leichter handhabbare Testmöglichkeiten praktikabel seien. Spucktests seien vom Robert-Koch-Institut als ungeeignet für kleine Kinder eingestuft worden und deshalb keine Alternative.

In einigen Kommunen – zum Beispiel in Köln, Düren und der Samtgemeinde Lathen sollen sogenannte Lolli-PCR-Tests erprobt werden, die am Institut für Virologie der Uniklinik Köln entwickelt wurden. Bei dieser Testmethode lutschen die Kinder 30 Sekunden an einem Abstrich-Tupfer. Die Proben-Stäbchen sollen dann im Labor ausgewertet werden.

Keine Meldepflicht nach positivem Ergebnis

Kinder, die von ihren Eltern positiv getestet wurden, dürfen die Kita natürlich nicht mehr nicht besuchen. Das positive Selbsttestergebnis löst nach Angaben des zuständigen NRW-Ministeriums keine Meldepflicht gegenüber dem Gesundheitsamt aus, aber: „Es ist aber unverzüglich ein PCR-Test in einem Testzentrum oder bei dem Hausarzt/der Hausärztin vorzunehmen. Bis zum Testtermin sind alle Kontakte zu vermeiden und es sollte eine häusliche Quarantäne stattfinden. Bei einem positiven PCR-Nachweis erfolgen weiterer Schritte nach Maßgabe der landesrechtlichen Verordnungen, beziehungsweise nach der Verfügung der örtlich zuständigen Behörden.“

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