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Corona-Schutzimpfung in der Apotheke: In Neuenrade wohl bald möglich

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Von: Peter von der Beck

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Die Chefin der Neuenrader Gertruden-Apotheke, Alexandra Simons, mit Apothekerin Lena Severin.
Die Chefin der Neuenrader Gertruden-Apotheke, Alexandra Simons, mit Apothekerin Lena Severin. © von der Beck, Peter

Dass die Apotheken in Deutschland gegen Covid-19 impfen sollen, ist schon länger im Gespräch. Jetzt wird das Ganze konkret.

Bundesgesundheitsminister Dr. Karl Lauterbach unterschrieb jüngst eine Verordnung. Wie die Pharmazeutische Zeitung meldete, war die Verordnung im Bundesanzeiger veröffentlich worden, am Dienstag sei sie in Kraft getreten. Öffentliche Apotheken, die auch eine Berechtigung haben, dürften demnach nun Corona-Schutzimpfungen bei allen Personen über zwölf Jahren durchführen.

Jetzt seien die Landesapothekerkammern am Zug, um die entsprechenden Bestimmungen auszuarbeiten und Bescheinigungen auszustellen. In Neuenrade ist es dabei nicht unwahrscheinlich, dass sich Bürger demnächst in der Gertruden-Apotheke impfen lassen können. Pharmazeutin Alexandra Simons, Chefin der Gertruden-Apotheke, wartet aber noch auf die Landesapothekenkammer: „Man ist noch nicht soweit, das wird noch etwas dauern.“ Da gelte es eine Reihe von Fragen zu beantworten. Unter anderem, welcher Impfstoff in Frage komme oder wie das mit der Abrechnung funktioniere. Vieles stehe noch nicht fest.

Zusammenarbeit mit der örtlichen Ärzteschaft

Dabei betont Simons, dass man seitens der Gertruden-Apotheke nur in Zusammenarbeit mit der örtlichen Ärzteschaft impfen werde. Darum werde sie sich kümmern. „Ich werde auf die Ärzte zugehen.“ Sie habe kein Interesse daran, den Ärzten etwas wegzunehmen. Ansonsten sei die Gertruden-Apotheke gut gerüstet, da man ohnehin an dem „Modellprojekt Grippe-Schutzimpfung“ teilnehme und entsprechende Gegebenheiten habe.

Auch praktische Fähigkeiten bringe man in der Gertruden-Apotheke nun mit: Das Impfen habe sie im Beisein von Medizinern im Rahmen eines Ein-Tages-Seminars geübt. „Wir haben uns aus Übungszwecken Kochsalzlösung gespritzt.“

Belegschaft muss gegen Masern geimpft sein

Zu den weiteren Bedingungen der Apothekenkammer gehöre, dass die Belegschaft auch gegen Masern geimpft sei. Ansonsten müsse dann auch genügend Impfstoff vorhanden sein, damit sie loslegen könnten.

Alexandra Simons ist jedenfalls der Meinung, dass man in Neuenrade zusammenarbeiten müsse – mit dem Medizinischen Versorgungszentrum und den anderen Ärzten. So könne man als Arzt oder Apotheker sicher am besten seinen gesellschaftlichen Beitrag leisten.

Meldung an das Robert-Koch-Institut

Vergütet werden die Apotheker genauso wie die Ärzte, auch muss ans Robert-Koch-Institut gemeldet werden.

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