1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Neuenrade

Corona mal ganz künstlerisch: So malen Grundschüler das Virus

Erstellt:

Von: Thomas Krumm

Kommentare

Einige der Nachwuchskünstler und -künstlerinnen der Burgschule vor ihren Bildern: „Maskenmenschen“, „St. Martin“, „Die 4. Welle“ und „Landschaft mit Corona“.
Einige der Nachwuchskünstler und -künstlerinnen der Burgschule vor ihren Bildern: „Maskenmenschen“, „St. Martin“, „Die 4. Welle“ und „Landschaft mit Corona“. © Krumm, Thomas

Wie viele Veranstaltungen hat die Pandemie verhindert? Kinder der Burgschule haben sich dem Thema „Corona“ in der Kinderkunstwerkstatt (KiKu) Neuenrade auf künstlerische Art und Weise gewidmet.

Neuenrade – Fast könnte man das kleine Corona-Virus übersehen auf Zoes Bild „St. Martin“. Doch irgendwo in der abendlichen Szene eines Laternenumzugs lauert der winzige Erreger auf seine Überträger. Wie viele Umzüge und Veranstaltungen hat die Pandemie verhindert? Kinder der Burgschule haben sich dem Thema „Corona“ in der Kinderkunstwerkstatt (KiKu) Neuenrade gewidmet. Geleitet wurde der Kursus im Rahmen des einjährigen NRW-Projektes „Kultur und Schule“ von der Werdohler Künstlerin Annette Kögel: „Die Kinder hatten eigene Vorschläge, was man malen könnte.“

20 gemalte Auseinandersetzungen mit dem Thema „Pandemie“ waren am Freitag auf dem Schulhof der Burg-Schule zu bewundern. Anschließend sollen sie in der Alten Apotheke ausgestellt werden. Die Bilder sind vielfältig und einfallsreich, und sie geben vielfach Anlass zum Schmunzeln. So haben Elina, Elisa, Lilly, Mia und Simon in ihrem gemeinsamen Bild „Corona hinter Gittern“ das Virus schlicht und einfach eingesperrt. Lilly, Simon und Tom nutzten das bekannte „Durchfahrt verboten!“-Schild mit einem Corona-Virus im roten Kreis ebenfalls für eine Verbannung: „Für Viren verboten“, heißt das Bild. „Klorona“ nannte Elina ihr Bild einer Klorolle – das erste Symbol einer mangelhaften Versorgung aufgrund von Hamsterkäufen. Andere Bilder nehmen die kugelige Stachelgestalt auf: Eine „Virenvermehrung“ hat das gleichnamige Bild von Zoe und Mia entstehen lassen. Der Titel „Mutanten“ hätte auch auf dieses Bild gepasst, weil die vielen Corona-Viren alle ein bisschen unterschiedlich aussehen. Tatsächlich sind ihre „Mutanten“ im benachbarten Bild aber so vielfältig wie kosmische Objekte, und sie scheinen genauso im Raum zu schweben. In astronomischen Dimensionen bewegt sich auch ein Gemälde von Lilly, Mia und Zoe: „Corona-Mond und Sterne“.

Nur einen ganz kleinen Moment lang verblüfft zwischen den anderen Bildern eine prächtig gemalte Welle von Mia, Simon und Tom. Kein Corona-Virus, aber die „4. Welle“ – einfach mal wörtlich genommen. Dass Corona überall lauern kann, machen weitere Bilder deutlich. In ihrem Bild „Corona zu Ostern“ legten Ani, Elisa, Lilly und Mia das Virus ins Osterkörbchen. Auch im „Stillleben mit Obst und Virus“ und an einer Corona-Sahnetorte ist es zu entdecken. Selbst ein Baum bleibt in einer „Landschaft mit Corona“ nicht ungeschoren: Wie Früchte hängen die Viren an einem der Bäume, der bekanntlich eine Krone, also eine „Corona“ hat. Wo Gefahr lauert, darf die Rettung nicht ausbleiben: Tom und Simons grüner „Giftfrosch“ fängt ein Virus mit seiner langen Zunge ein. Gemeinsam mit Mia malten die beiden ein Mädchen mit Maske, das eine ganze Glaskugel voller Corona-Viren wegrollt: „Weg mit dem Virus!“ Eine Spritze steht dafür, dass die moderne Medizinforschung ein wichtiges Kampfmittel gegen das Virus zur Verfügung gestellt hat: „Geimpft!“

Ein weiteres Bild zeigt eine „graue Katze“, die mit einem Wollknäuel spielt, aus dem sich Corona-Spikes lösen. Die Katze schwebt auf einer Wolke, weil Elisa, Lilly und Zoe damit der verstorbenen Katze von Annette Kögel ein Denkmal gesetzt haben.

Auch interessant

Kommentare