Kinder und Erzieherinnen betroffen

Corona legt Familienzentrum in Neuenrade lahm

Das Evangelischen Familienzentrum Hummelnest hat ab sofort wieder geöffnet.
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Das Evangelischen Familienzentrum Hummelnest hat ab sofort wieder geöffnet.

14 Tage war das Evangelische Familienzentrum Hummelnest in Neuenrade wegen Corona geschlossen.

Seit Montag ist die Einrichtung wieder geöffnet – doch viele Eltern sind „sehr vorsichtig und behalten ihre Kinder zuhause“. Denn es war offensichtlich kein einzelner Fall, der zur Schließung geführt hatte. Danny Bexten, Leiterin der Einrichtung, sagte, dass sowohl etliche Kinder als auch Erzieherinnen betroffen waren. „Mehrere Kolleginnen waren erkrankt.“

Niemand sei richtig schwer erkrankt und habe im Krankenhaus behandelt werden müssen. Allerdings zeigten durchaus auch Kinder Symptome, berichtete Bexten. Aber nur „sehr leichte und auch nur für einen Tag leichten Schnupfen“. Schließlich seien alle Kinder getestet worden. Dabei seien einige gewesen, die positiv getestet worden seien, aber keine Symptome gezeigt hätten.

Erkrankten Mitarbeiterinnen klagen über Geschmacksverlust

Heftiger erwischte es die Erwachsenen. „Alle erkrankten Kolleginnen klagten über Geschmacksverlust“, bei einigen sei es „wie bei einer Kopfgrippe“ verlaufen, einige hätten länger über „Husten“ geklagt, anderen habe es „auf den Darm geschlagen“, berichtete Bexten. Insgesamt sei die Erkrankung nicht dramatisch verlaufen, aber langwierig. Nicht alle Mitarbeiter hätten ihren Dienst schon wieder aufnehmen können.

Auch die Leiterin selbst erwischte es. Ihre Kinder durften nicht die Schule besuchen, auch ihr Mann ging in Quarantäne. Sie selbst zog „für 14 Tage auf den Dachboden“. Es gab genaue Anweisungen durch das Gesundheitsamt des Märkischen Kreises, wie sie sich zu verhalten hatte: „Wir mussten in der Familie nacheinander in die Küche, nacheinander ins Bad, aber getrennt schlafen.“ Ihre Familienangehörigen erkrankten nicht.

In den nächsten drei Monaten droht keine Quarantäne

Mit dem Durchmachen der Erkrankung hat Bexten nun für eine gewisse Zeit Ruhe. Denn: Seitens des Gesundheitsamtes habe man ihr gesagt, dass man in den ersten drei Monaten nach der Erkrankung nicht in Quarantäne müsse, falls man in diesem Zeitraum Kontakt mit einem Infizierten habe. Die Verantwortlichen beim Kreis gehen davon aus, dass Betroffene nach überstandener Erkrankung für drei Monate Immunität genießen.

In der Kita wurden nach den Corona-Fällen Konsequenzen gezogen: Es gebe nun zwei Gruppen, die auch personalmäßig strikt getrennt würden, sagte Bexten. Dann müsse im Fall der Fälle nicht die gesamte Einrichtung geschlossen werden.

45 Kinder werden betreut

Im Hummelnest werden 45 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren betreut. Sechs Erzieherinnen arbeiten in dem Familienzentrum.

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