„Grippeähnliche Symptome“

Nach Impfungen mit AstraZeneca: Pflegedienst-Mitarbeiter sind dankbar

Die Mitarbeiter der Pflegedienste haben natürlich auch in Pandemie-Zeiten direkten Kontakt zu den Patienten, haben deshalb bereits ein Impfangebot erhalten.
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Die Mitarbeiter der Pflegedienste haben natürlich auch in Pandemie-Zeiten direkten Kontakt zu den Patienten, haben deshalb bereits ein Impfangebot erhalten.

Die Mitarbeitenden der Pflegedienste in Neuenrade und Werdohl haben bereits Angebote für eine Corona-Schutzimpfung erhalten. Ein großer Teil der Pflegekräfte ist bereits zumindest einmal immunisiert worden.

Kristina Büttner, Inhaberin des „Häuslichen Pflegedienstes mit Herz“ in Neuenrade, berichtet, dass ihre Beschäftigten bereits alle geimpft worden seien. „Alle 16, ausnahmslos“, sagt Büttner, die den Pflegedienst Anfang des Jahres von Antje Hein übernommen hat. Die WTG-Behörde, die ehemalige Heimaufsicht, habe sie angeschrieben und dem Team ein Impfangebot unterbreitet.

„Wir waren natürlich dankbar. In unserem Beruf ist das besonders wichtig, für die Menschen, mit denen wir täglich zu tun haben“, stellt Kristina Büttner fest. Große Vorbehalte gegen den Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca habe es in ihrem Team übrigens nicht gegeben; alle seien bereitwillig nach Lüdenscheid ins Impfzentrum gefahren. Nebenwirkungen seien aber aufgetreten: „Grippeähnliche Symptome.“

Ein krankheitsbedingter Ausfall

Das sechsköpfige Team von Beatrix Döring hat ebenfalls Post von der WTG-Behörde erhalten. „Wir waren alle froh, dass wir uns impfen lassen konnten“, beschreibt Döring, deren Pflegedienst ebenfalls von Neuenrade aus agiert. Die zweite Impfung in Lüdenscheid stehe nun in sieben bis acht Wochen im Terminkalender. „Bis auf eine Ausnahme haben wir den Impfstoff recht gut vertragen“, berichtet die Inhaberin des Pflegedienstes, dass es in ihrem Team als Folge der Immunisierung zu einem krankheitsbedingten Ausfall gekommen sei.

Mehr als 40 Beschäftigte sind für den Perthes-Pflegedienst tätig, der seinen Stammsitz in Werdohl hat, seine Dienste aber auch in den Nachbarkommunen anbietet. „Die meisten unserer Mitarbeitenden sind schon zum zweiten Mal geimpft, der Rest ist am kommenden Wochenende an der Reihe“, erläutert die stellvertretende Pflegedienstleitung Birgit Butzelar. Dass es nach der Immunisierung zu stärkeren Impfreaktionen gekommen sei, könne sie nicht feststellen. „Es gab die üblichen Nebenwirkungen, die man auch nach einer Grippeimpfung kennt. Man ist etwas müde oder hat leichte Schmerzen im Arm.“

Teilweise knapp 40 Grad Fieber

Von anderen Erfahrungen berichtet Kerstin Liebeskind vom gleichnamigen Pflegedienst mit Sitz in Plettenberg, deren Mitarbeitende auch in Werdohl und Neuenrade tätig sind, und die in Werdohl eine Pflegeschule betreibt. „Es gab teilweise massive Nebenwirkungen mit knapp 40 Grad Fieber“, erklärt Liebeskind. Auch deshalb seien noch nicht alle der mehr als 140 Beschäftigen geimpft. „Viele Mitarbeiter sind vorsichtig geworden und legen ihren Impftermin möglichst vor ein freies Wochenende, falls sie nicht arbeiten können und die Nebenwirkungen auch bei ihnen überraschend heftig ausfallen“, berichtet die Plettenbergerin. In ihrem Team habe es durchaus Vorbehalte gegen den Impfstoff von AstraZeneca gegeben. „Und wir haben immer noch Skeptiker“, stellt Liebeskind fest.

Dennoch hätten sich viele für eine Impfung entschieden. „Denn wer weiß, wann wir wieder an der Reihe sind, wenn wir das Angebot ablehnen.“ Auch, ob die anderen verfügbaren Impfstoffe wirklich besser seien, scheine ja niemand so recht zu wissen. „Auf jahrelange Erfahrung kann ja keiner zurückblicken.“

Nur Mitarbeiter mit Patientenkontakt geimpft

Sie selbst sei noch nicht geimpft, berichtet die Plettenbergerin. „Ich habe ja keinen Patientenkontakt und bin deshalb noch nicht an der Reihe.“ Das gelte auch für die Mitarbeiter aus der Verwaltung und aus dem Hauswirtschaftsbereich. „Da gibt es einige, die sich gerne impfen lassen würden. Sie dürfen aber noch nicht.“

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