Christa Sacher nimmt Abschied von der Burgschule

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Christa Sacher ( Mitte, mit roter Jacke) im Kreise von Kollegen und Mitstreitern. ▪

NEUENRADE ▪ Ehrlich war der Applaus für Christa Sacher und er kam von Herzen: Am Montag gab es einen kleinen offiziellen Abschied von der Noch-Schulleiterin, die die Schule verlässt und künftig im Kreishaus als Schulrätin residieren wird.

Im Kreise der Kollegen und Weggefährten gab es kurze aber gefühlvolle Worte für Sacher, die etliche Jahre die größte Grundschule im Märkischen Kreis geleitet hatte.

Für Sacher war es nicht nur ein Abschied von der Schule, sondern auch ein „Abschied vom Beruf des Lehrers“, wie sie in ihrer Rede sagte.

Die Burgschule wird nun ein gutes halbes Jahr führungslos sein. Denn nicht nur Sacher sondern auch der Konrektor werden die Schule verlassen. Er geht am letzten Sommerferientag in den Ruhestand. Für seinen Job (die Ausschreibung ist gelaufen) soll es Interessenten geben. Die Aussschreibung für Sachers Posten läuft noch. Und ohnehin: Erst wenn die Probezeit von Christa Sacher als Schulrätin im Januar vorbei ist, wird es – wenn man jemanden findet – wohl eine neue Leitung geben. Bis dahin muss das gesamte Kollegium die Leitung sozusagen in Selbstorganisation stemmen. Deshalb appellierten Sacher aber auch Bürgermeister Sasse an die Lehrerschaft, diese Aufgabe anzunehmen. Dass das funktioniert, da hatten weder Sacher noch Sasse Bedenken.

Es herrschte eine wehmütige Stimmung im Lehrerzimmer, Christa Sacher musste manche Träne hinunterschlucken. Von den Neuenrader Kollegen gab es ein große Topfblume, kombiniert mit vielen guten Wünschen der einzelnen Lehrer. Vom Altenaffelner Kollegium erhielt sie „eine Schulaufsichtsbrille“, damit sie stets eine gute Sicht auf die Schule haben möge.

Lob gabs vom Bürgermeister. „Das ist 'ne Gute“, sagte er. Sicher ist Sasse, dass sie einen Top-Job machen werde. „Sie krempelt das Kreishaus sicher um“. Sie könne das – auch als Mensch. Sasse weiter: „Es gibt im Kreis einige Schulen, die haben eine qualifizierte Schulaufsicht bitter nötig“. Sasse hofft zudem augenzwinkernd – dass sich bei der Schulaufsicht so nun eine Neuenrader Seilschaft etabliere. Das griffen einige Lehrer gleich auf, fragten nach der Durchwahl. Und Sacher versprach „eine Standleitung einzurichten“. ▪ Peter von der Beck

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