China-Böller bleibt der Renner

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Ein breites Sortiment an Silvesterfeuerwerk bietet der Neuenrader Einzelhandel auch zu diesem Jahreswechsel an. Hier präsentieren Jörg Serowka und die beiden Geschäftsführer Peter Staubach und Jens Hilgert (v.l.) im Hagebaumarkt die laute Ware. ▪

NEUENRADE ▪ Vor allem Feuerwerksbatterien werden auch in diesem Jahr wieder sehr beliebt sein zu Silvester. Zumindest wenn es nach den Einkäufern im Einzelhandel geht. Allein im Hagebaumarkt Arens und Hilgert lagern seit gestern 350 Kilogramm Netto-Explosivmasse (NEM). Heute startet der dreitägige Feuerwerksverkauf.

„Das reicht aus“, sagt Geschäftsführer Jens Hilgert, der allerdings in den letzten Wochen etwas ins Schwitzen geriet. Aufgrund diverser Naturkatastrophen in Fernost warnte der Hauptimporteurder Knallkörper vor eventuellen Lieferengpässen. Diese bewahrheiteten sich allerdings nicht. Die Ware kam in den letzten Tagen komplett an. In den Geschäftshallen des Baumarktes dürfen allerdings immer nur 70 Kilogramm der NEM lagern. Mit der Netto-Explosivmasse ist allein die pyrotechnische Masse gemeint. Die Verpackung und Verkleidung der Raketen oder Böller gehört da nicht dazu. „Früher durften wir inklusive Verpackung 200 Kilogramm auf die Verkaufsfläche stellen, da haben wir heute insgesamt mehr“, freut sich Hilgert.

Für die Sicherheit und den Verkauf der Knallkörper hat Hilgert zwei Mitarbeit abgestellt. Ein Feuerlöscher ist im Verkaufsraum, wie im Lager immer griffbereit. Zudem werden die Raketen, Böller, Knallfrösche und ähnliches in der Nähe der Information und der Kassen verkauft, sodass immer ein Mitarbeiter einen Blick darauf werfen kann.

Geschult ist auch das Personal an den Kassen. „Da versuchen immer wieder unter 18-Jährige etwas zu kaufen“, weiß Hilgert aus Erfahrung. Seine Mitarbeiter sind dazu angehalten, sich die Ausweise der Käufer zeigen zu lassen. Auch wenn für den Geschäftsführer der Trend eher zu effektvollen Feuerwerken geht, bleibt seit Jahren ein Produkt der Renner zu Silvester. „Da sind die China Böller D“, erklärt er und verweist darauf, dass dieser vor allem bei Jugendlichen nie seinen Reiz verliere.

Damit das traditionelle Silvesterfeuerwerk sicher und ohne Zwischenfälle ablaufen kann, gibt die Bezirksregierung Arnsberg auch zu diesem Jahreswechsel wichtige Hinweise für den Kauf und das Abbrennen von Feuerwerkskörpern. Nur wer die Vorschriften beachte und einige Tipps beherzige, könne in der Silvesternacht Unfälle durch Böller, Kracher und Raketen vermeiden.

„Hände weg von Feuerwerkskörpern ohne Zulassung, sonst sind am Ende Ihre Hände weg“, fordert Klaus Dreisbach von der Bezirksregierung die Verbraucher auf, nur zertifizierte Feuerwerkskörper mit dem CE-Zeichen zu verwenden.

„Feuerwerkskörper der Kategorie 2 gehören nicht in die Hände von Kindern, sondern dürfen nur von Erwachsenen über 18 Jahre verwendet werden“, so der Mitarbeiter weiter. ▪ David Schröder

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