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Charlie-Award: Besondere Auszeichnung für Unternehmerin aus dem MK

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Von: Peter von der Beck

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Ruth Orthaus-Echterhage. Eine Unternehmerin, die sich gesellschaftlich engagiert und nun dafür ausgezeichnet wurde.
Ruth Orthaus-Echterhage. Eine Unternehmerin, die sich gesellschaftlich engagiert und nun dafür ausgezeichnet wurde. © von der Beck, Peter

Die Neuenrader Unternehmerin Ruth Orthaus-Echterhage hat jetzt den Charlie-Award im Rahmen des Campus Symposiums in Iserlohn bekommen.

Mit dem Charlie-Award werden in der Regel Menschen ausgezeichnet, die Vorbildcharakter haben. Orthaus-Echterhage wurde der Jury vorgeschlagen.

Das Campus Symposium ist eine von ehrenamtlichen Studenten getragene und organisierte internationale Wirtschaftskonferenz. „In einzigartiger Atmosphäre“ referieren Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Wissenschaft zu aktuellen Themen. Es sei eine Gelegenheit für die Besucher, um neue Kontakte zu knüpfen, bestehende Netzwerke zu erweitern und gleichzeitig bedeutende Persönlichkeiten kennenzulernen, heißt es auf der Homepage des Symposiums. Dabei wird eben auch der Charlie-Award verliehen. „Charakteristisch für jeden bisherigen Preisträger und jeden zukünftigen Anwärter auf den Charlie-Award sind unverbrüchliche Prinzipientreue, Unabhängigkeit, Zielstrebigkeit und seine Pionierrolle im aktuellen oder vergangenen Geschehen“, heißt es weiter in den Veröffentlichungen.

Charlottenburger Tuch als Vorbild

Der Charlie-Award leitet sich demnach vom Charlottenburger Tuch ab. Wandergesellen nutzen das Tuch – Kurzform Charlie – um darin die kleinen Schätze, welche sie an ihre Herkunft erinnern, ihre Traditionen verkörpern und das Rüst- und Handwerkszeug für die Zukunft darstellen, zu transportieren. Ähnlich gelte dies sinnbildlich für Studenten, die es nach ihrem Abschluss mit ihrem Wissen in die Welt hinaus zieht. Im Geiste dieser Wanderschaft und dieser Werte vergebe die Jury den Charlie-Award an herausragende Persönlichkeiten unserer Zeit. Unter den Preisträgern ist durchaus auch der eine oder andere prominente Zeitgenosse.

Ruth Orthaus-Echterhage kam nun in den Genuss dieser Auszeichnung, persönlich konnte sie den Preis allerdings krankheitsbedingt nicht entgegennehmen. Die Laudatorin, Julia Becker, würdigte Echterhage, die als Unternehmerin eben auch ihre gesellschaftliche Verantwortung nicht nur gesehen, sondern auch persönlich eingebracht und dabei durchaus Impulse gesetzt habe.

Becker präsentierte das unternehmerische Wirken Orthaus-Echterhages für Neuenrade. Sie habe als Coporate Citizen (Bürger mit gesellschaftlichem Engagement) bereits 1994 gemeinsam mit ihrem Mann das Generalbauunternehmen Eco.Plan gegründet.

Viele Projekte in und für Neuenrade

Die Projekte werteten demnach die Neuenrader Innenstadt auf und belebten die City: Service-Wohnen Mühlendorf, das Quartier am Stadtgarten und das aktuell große Neubauprojekt Hinterm Wall wurden genannt. Echterhage helfe soziale Missstände zu mildern.

Becker nannte zudem die Finanzierung einer Schulsozialarbeiterstelle, die Kooperation mit der Hönnequell-Schule, ihr Engagement bei Kitas und in Sportvereinen, sie habe sich außerdem 2015 in der Flüchtlingshilfe eingebracht, einen Gasthof als Unterkunft erworben und sich persönlich engagiert. Sogar ein Medizinstudium finanziere sie unter der Maßgabe, dass die angehende Ärztin hinterher auch in Neuenrade praktiziere. Das langjährige politische Engagement der Unternehmerin erwähnte sie nicht. Becker betonte, dass Ruth Echterhage Vorbild sei, weil sie ihre unternehmerischen Tugenden in die Gesellschaft einbringe.

Vorschlag kommt aus Balve

Vorgeschlagen für den Award wurde die Neuenraderin vom Stadtmarketing Balve.

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