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CDU will eine zentrale Anlaufstelle für Kulturschaffende

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Von: Markus Wilczek

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CDU-Ratsherr Martin Schaefer ist auch Vorsitzender des Vereins „Rock im Wohnzimmer“. Schaefer macht sich jetzt für die Belange der Künstler und Musiker in der Hönenstadt stark.
CDU-Ratsherr Martin Schaefer ist auch Vorsitzender des Vereins „Rock im Wohnzimmer“. Schaefer macht sich jetzt für die Belange der Künstler und Musiker in der Hönenstadt stark. © CDU Neuenrade

In Neuenrade fehlt eine zentrale Anlaufstelle für Kulturschaffende. Dieser Meinung ist zumindest die CDU und möchte diesen Umstand ändern. Nun soll die Verwaltung eine passende Location finden.

In der CDU-Fraktion kam das Thema der kulturellen Infrastruktur auf. Martin Schaefer gab den Anfangsimpuls: „Lasst uns über eine zentrale Anlaufstelle sprechen.“ Hierzu haben sich die Kommunalpolitiker ausgetauscht und die Themen der kulturellen Bildung und Förderung, sowie regionale Kultur und Breitenkultur aufs Tableau gebracht. Letztendlich passiert in diesem Bereich in Neuenrade bereits sehr viel. Private Organisationen und Vereine sind in diesem Bereich äußerst aktiv.

Schaefer, CDU-Ratsherr und Initiator von „Rock im Wohnzimmer“ bemängelte, dass eine Art Kulturzentrum fehle: „Alle Kulturschaffenden sind auf Räume angewiesen, oftmals müssten diese angemietet werden, dafür sind wieder gefestigte Strukturen im Hintergrund notwendig“, erklärt Schaefer. Die Vereinsaktivitäten von „Rock im Wohnzimmer“ finden häufig im sogenannten Laboratorium an der Straße Im Duda statt. Schaefer zeigte auf, dass nicht jeder Verein so viel Glück habe und auch nicht für alle Kulturschaffenden solche räumlichen Möglichkeiten bestünden.

Angebote für Kinder und Jugendliche denkbar

„Wenn wir hier in Neuenrade ein offenes Kultur- und Begegnungszentrum hätten, das von allen nutzbar wäre, wäre vieles vorstellbar“, so der Christdemokrat. Beispiele, wie ein solcher Ort genutzt werden könne und von wem, hatte er genug. Angefangen bei kulturellen Angeboten für die Jüngsten, könnte es Kooperationsprojekte zwischen Kitas und Künstlern geben. Bei Schulkindern und Jugendlichen seien außerschulische Angebote in Kooperation mit Kulturschaffenden denkbar.

Erwachsene benötigten Möglichkeiten für ästhetische-kulturelle und musikalische Tätigkeiten. Auch Maler und Laienmusikverbände bräuchten Probenräume. Und nicht nur freischaffende Künstler hätten damit einen zentralen Ankerpunkt für kreative Entfaltung. Auch hauptamtliche Aktivitäten der Stadt oder Musikschule könnten dort proben und auftreten. „Viele kulturelle Dinge sind in Neuenrade bereits heute teilweise stark ausgeprägt, ein solcher Ort wäre eine zusätzliche Bereicherung, um diesen Aktivitäten Raum zu geben und sie weiter untereinander zu bündeln und zu vernetzen“, so Schaefer. Was Schäfer sich vorstellt, ist ein Raum, der allen Kultur schaffenden Menschen offen steht.

„Dritte Orte“-Fördertopf des Landes ist leer

Genau für solche Ideen gab es bereits einen Fördertopf des Landes für ländliche Regionen. Es nennt sich „Dritte Orte“ und wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft gemanagt. CDU-Fraktionschef Mark Hantelmann erklärt die Vorzüge dieser Förderung: „Das Interessante ist hierbei der zweigleisige Aspekt, es wurde sowohl die Konzeptionierung als auch die Durchführung gefördert.“

Denn nicht nur das Bereitstellen und Umsetzen eines solchen Raumes verschlinge Geld, auch Konzeptionierungen müssen finanziert werden. Aktuell ist der hierfür relevante Topf ausgeschöpft und geschlossen. Für den Fall, dass er kurzfristig wieder verfügbar sein sollte, wünscht Hantelmann sich „eine entsprechende Vorbereitung der Gremien“, um im richtigen Moment loszulegen. „Wenn wir dann erst anfangen, wäre das zu spät.“ Deshalb soll neben dem Austausch nun auch der Kontakt mit Kultur schaffenden Menschen und Vereinen gesucht werden.

Antrag an den Rat beinhaltet zwei Punkte

Dazu hat die CDU Neuenrade einen entsprechenden Antrag im Stadtrat gestellt, er beinhaltet zwei Punkte: Erstens die Suche einer passenden Location durch die Stadtverwaltung und zweitens die Beantragung der entsprechenden Förderung. Den Förderantrag für die Konzeptphase könne das Quartiersmanagement der Stadt erstellen, da derartige Aufgaben in der Leistungsbeschreibung des Förderprogramms ISEK (Integriertes Stadtentwicklungskonzept) enthalten seien. „Wenn wir das auf die Beine stellen würden und in einen solchen Fördertopf kämen, wäre das wunderbar,“ so Josef Brockhagen, Kultursprecher der CDU-Fraktion.

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