„Carnevale di Venezia“ im Jugendzentrum

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Neben venezianischen Kostümen durften auch die „traditionellen“ Verkleidungen nicht fehlen. Und so folgte ein Publikum aus Piraten, Prinzessinnen und Polizisten der Preisverleihung und der Theateraufführung.

NEUENRADE - Masken, eine Gondel, dazu Geigenmusik – der venezianische Karneval machte am Montag Station im Jugendzentrum Neuenrade. „Carnevale di Neuenrade“ lautete das Motto und die Kostüme der Gäste und das liebevoll geschmückte Jugendzentrum schufen eine stimmungsvolle Atmosphäre, die manchem Besucher das Gefühl gaben in das historische Venedig versetzt worden zu sein.

Dafür brauchte es einigen Einsatz: Die venezianische Gondel konnte nur dank der Initiative von Jugendzentrumsleiterin Gabi Bildstein-Ulianowsky und Bürgermeister Klaus Peter Sasse rechtzeitig im Jugendzentrum eintreffen, gab es doch Hochwasser in Venedig. Und so lernten die Kinder des Jugendzentrums auch wie die Venezianer ihren Bürgermeister nennen: „Sindaco“. Und zur Freude der Kinder hatte der heimische „Sindaco“ noch während seines Venedigaufenthaltes ein Süßwarengeschäft besucht. Für „Kamelle“, wie sie im Rheinland genannt werden, war also gesorgt.

Gut 60 Kinder des Jugendzentrums verfolgten die Verleihung des Neuenrader Kinderpreises, mit dem Unterstützer des Zentrums geehrt wurden. Die Preisträger sind (teilweise stellvertretend): Klaus Peter Sasse, Peter Müller, Waltraud Schulte, Sebastian Holub, Ulrike Wolfinger, Claudia Kaluza, Antonius Wiesemann, Gertrud Friedrichs, Theo Wingen, Gerd Schlotmann, Ruth Echterhage, Dietrich Maurer, Margret Viez, Renate Overhues, Gerlinde Eilers, Taner Kara, Anja Habbel und Udo Kretzschmar, Marianne Schwanke, Roland Otte, Thomas Fiebig und Petra Nadolny. Neben der Karnevalsmedaille „Carnevale di Neuenrade“ wurde den Sponsoren und Unterstützern ein Pokal in Form einer goldenen Karnevalsmaske verliehen. Gabi Bildstein-Ulianowsky dankte ebenfalls den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, die auch am Montag wieder die Veranstaltung unterstützten.

Das Programm des Nachmittages machte das 1+1 Theater komplett. Das Besondere: Alle Rollen des Stückes werden von nur zwei Personen gespielt. Aufgeführt wurde eine moderne Version der Prinzessin auf der Erbse. Gebannt folgten die Kinder der Geschichte des 30-jährigen Prinzen, der keine Anstalten zeigte, das elterliche Schloss zu verlassen, um sich eine Prinzessin zu suchen. Ihm gehe es doch recht gut bei „Mutti“. Aber die Eltern ließen ihm keine Wahl, und so zog er los, seine Zukünftige zu entdecken. Doch das war schwieriger als gedacht, die eine redete ununterbrochen, schwieg lediglich, nachdem ihr das goldene Handy in den Brunnen gefallen ist, die andere langweilte sich den ganzen Tag und wollte sich so recht nicht unterhalten lassen und so schied eine Prinzessin nach der anderen aus. Bis sich der Prinz an eine Bekanntschaft erinnert, ob diese auch eine echte Prinzessin war, musste der Erbsen-Test entscheiden. Den Kindern gefiel es, sie gingen mit der Geschichte mit, gaben den Darstellern sogar Tipps.

Im Anschluss gab es für die erwachsenen Gäste des Karnevals ein venezianisches Bankett. Die Kinder vergnügten sich bei einem Spieleabend.

Von Sebastian Berndt

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