Burgschule erhält Prädikat „Gute gesunde Schule“

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Dierk Rademacher (Schulträger), Irmtraud Schulte (Lehrerin), Christa Sacher (Schulleitung) und Manfred Berkenkopf (Lehrer) präsentieren stolz das Preis-Schild, das die Burgschule als „Gute gesunde Schule“ auszeichnet. ▪

NEUENRADE ▪ Die Burgschule Neuenrade ist mit einem der höchst dotierten Schulpreise in Deutschland ausgezeichnet worden – dem Schulentwicklungspreis „Gute gesunde Schule“. Ausgeschrieben wird der Wettbewerb von der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen – bereits zum dritten Mal. Die Burgschule bewarb sich hingegen erst zum ersten Mal für den Schulentwicklungspreis und kann sich nun über eine Fördersumme in Höhe von 6400 Euro freuen.

Insgesamt hatten sich über 410 Schulen für diesen Preis beworben. Das Preisgeld von 600 000 Euro wurde je nach Größe der Schulen bis zu 12 000 Euro unter 81 Gewinnern aufgeteilt. Begünstigt wurden Lehreinrichtungen, die sich nachhaltig für Gesundheitsförderung und -prävention engagieren und dies in ihrem Schulprogramm verankern. Eine „Gute gesunde Schule“ kann das Wohlbefinden und die Gesundheit ihrer Kinder und Lehrer fördern, wovon unter anderem auch die Qualität des Lernens profitiert was wiederum zu guten Lern- und Arbeitsergebnissen führt. Das waren und sind auch nach wie vor die konkreten Ziele der Burgschule.

In enger Zusammenarbeit des Kollegiums mit der Elternschaft, der Integrationsbeauftragten sowie der Schulsozialarbeiterin wurden Schwerpunkte in den Bereichen gesunde Ernährung, Sport- und Bewegungsförderung, Gewaltprävention, Fortbildung für Lehrkräfte, Lernbedingungen für Schüler, Elternarbeit und die Zusammenarbeit mit anderen Schulen herausgearbeitet. „Abgefragt wurden die Veränderungen in den vergangenen zwei Jahren“, verdeutliche Schulleiterin Christa Sacher, worauf die Kritiker im Besonderen ihr Augenmerk bei dem dreistufigen Verfahren legten.

Positiv bewertet wurden neben einem gesunden Frühstück (einmal im Monat), Projekte zum gesunden Frühstück und die Teilnahme am Projekt Klasse 2000 (Gesundheitsförderprogramm). Zudem findet ein regelmäßiger Austausch mit Eltern im Elterncafé statt. Spielgeräte auf dem Pausenhof sowie in dessen Nähe fördern die Motorik der Kinder, des Weiteren planen die Lehrer der Burgschule während des Unterrichts Bewegungspausen ein.

Unter den Bereich Gewaltprävention fallen Schüleraufsichten zur Stärkung des Selbstwertgefühls, angeleitete Pausenspiele, Entdeckungen in der Mini-Phänomenta, verbindliche Regeln und Maßnahmen bei Fehlverhalten sowie Projekte wie „Starke Jungs“ oder „Starke Mädchen“, zeigt die Auflistung der Bewerbung.

Die Arbeitssituation der Lehrkräfte wird an der Burgschule durch Zusammenarbeit sowie die Schaffung von Zeitfenstern, in denen Kooperationsstunden möglich sind, verbessert. Raumluftkontrollen durch Messgeräte kommen hinzu. Außerdem erhalten die Lehrkräfte Unterstützung von externen Referenten.

Positiv beurteilt wurde im Zuge der Preisvergabe auch die Umgestaltung der Bücherei und des Leseparadieses, das einheitliche Mobiliar, der Auszeitraum für ruhiges Arbeiten, Konfliktgespräche oder Streitschlichtung sowie die Einrichtung eines separaten Raumes für den GU-Unterricht. Die Elternarbeit an der Burgschule zeichnet sich durch das Elterncafé und den Elternstammtisches aus. Hier können sich Mütter und Väter gegenseitig kennen lernen, Probleme besprechen und Hilfen erfahren.

Für das Preisgeld soll ein leer stehender Raum in eine Kommunikationsoase umgestaltet werden. „Hier können denn Lehrer-Eltern-Gespräche oder Lehrer-Lehrer-Gespräche in Ruhe geführt werden“, erläutert Christa Sacher. Momentan finden diese auf den Fluren oder in den Klassenzimmern statt. „Das ist nicht so schön.“ ▪ sr

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