Die Burgschule entlässt ihre Viertklässler

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Etwa 100 Kinder aus den vierten Klassen der Burgschule wurden im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Saal des Hotels Kaisergarten von ihrer Grundschule verabschiedet.

Neuenrade - Mit einem weinenden und einem lachenden Auge hat die Burgschule gestern ihre Viertklässler verabschiedet. Im Saal des Hotels Kaisergarten sprach Schulleiter Awerd Riemenscheider von Erinnerungs- und Schatzkisten, die den Kindern, aber auch dem Kollegium im Gedächtnis bleiben.

Verabschiedet wurden im Rahmen einer kleinen Feierstunde, an der Eltern, Großeltern und Geschwister teilnahmen, etwa 100 Kinder aus vier Klassen. 

Vor der Verabschiedung wurde den Viertklässlern eine besondere Ehre zuteil. Ihre Mitschüler hatten auf dem Schulhof in langer Reihe ein Spalier gebildet, durch das die jetzt ehemaligen Schüler gehen mussten und dabei mit viel Beifall bedacht wurden. Danach führte der Weg in die katholische Kirche St. Mariä Heimsuchung, in der ein ökumenischer Gottesdienst stattfand. Im Saal des Kaisergartens traf Rektor Riemenschneider mit seiner Begrüßung die überwiegende Meinung der Eltern, als er feststellte, dass die Grundschulzeit wie im Fluge vergangen sei. 

Auf der Bühne verabschiedeten sich die Jungen und Mädchen, begleitet von Schulleiter Awerd Riemenschneider auf der Gitarre.

Ihm erscheine es noch immer so, als wäre der Antritt der Grundschulzeit erst im letzten Monat gewesen und nach wie vor sehe er die Kinder am ersten Schultag, als sie mit einem scheinbar riesigen Tornister auf dem Rücken und einer großen Schultüte zum ersten Mal zur Grundschule gekommen seien. Es waren gefühlvolle Worte, die der Schulleiter an seine kleinen Schützlinge zur Verabschiedung richtete, wobei der Humor nicht zu kurz kam. Riemenschneider wusste von insgesamt 760 Schultagen zu berichten, die von jedem Viertklässler gemeistert wurden. 

Etwa 3800 Schulstunden hat jeder der einstigen ABC-Schützen hinter sich gebracht und 1520 Mal hat jeder den Schulweg (hin und zurück) angetreten. Und unter Beifall und Schmunzeln wusste der Rektor auch zu sagen, dass auch jeder insgesamt 50 Wochen Ferien bekommen habe. Mit Blick auf die weitere schulische Zukunft gab Awerd Riemenschneider seinen Schülern mit auf den Weg, dass im Leben Vertrautes und Liebgewonnenes zurückgelassen werden muss. Gleichzeitig werde das Neue aber auch neue Chancen bieten. 

Eine ganz besondere Ehre: Durch ein Spalier ihrer Mitschüler gingen die Schüler über den Schulhof.

Wörtlich sagte er: „Ihr verlasst heute die Burgschule und das ist aufregend und spannend – vielleicht macht es traurig und nachdenklich.“ Er ermunterte seine Schüler, sich an gute und schöne Erlebnisse und Begebenheiten ihrer Schulzeit zu erinnern. Zu den schönen Erinnerungen zählte er unter anderem die Klassenfahrten, die Abschlussfeiern, das Zirkusprojekt, an den Junior-Lese-Club oder an das „Wir sind Bürgermeister“-Projekt. Musikalisch wurde die Verabschiedung vom Gesang aller Schüler, vom Chor und einigen Instrumentalisten umrahmt. 

Es war erfrischend und gefühlvoll, wie sich die Viertklässler auf der Bühne verabschiedeten („Wer hat an der Uhr gedreht....“). Mit ihrem Lied „Ich will dich wiedersehen“, bei dem sie Schulleiter Riemenschneider an der Gitarre begleitete, zollten sie glaubhaft ihrer Schule ein dickes Dankeschön.

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