Burgschule: Dachsanierung teurer als gedacht

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Das Dach der Burgschule wird saniert.

Neuenrade - Wenn an einem Altbau Sanierungen durchgeführt werden, ist der Bauherr nie sicher vor Überraschungen. Solche gab es  auch bereits bei den Arbeiten am Dach der Burggrundschule in Neuenrade. Noch allerdings halten sich die unliebsamen Entdeckungen in Grenzen. Teurer wird's dennoch

 „Es gibt immer wieder Dinge, die vorher nicht zu sehen waren“, sagt Bauamtsleiter Marcus Henninger dazu. „Temporär mussten wir jetzt beim Dach der Schule Schalungen erneuern lassen.“

Das Schulgebäude wurde 1912 erbaut. Das Dach ist so alt wie das Haus, allerdings auch hier und da schon erneuert beziehungsweise ausgebessert worden. Henninger schätzt jedoch, dass die bis vor sieben Wochen – als die aktuellen Bauarbeiten begannen – vorhandene Substanz rund sechs Jahrzehnte alt ist. Umso bemerkenswerter ist es, dass der Zeitplan – trotz erwähnter Überraschungen – bisher nicht ins Wanken geraten ist.

Der Bauamtsleiter bleibt zuversichtlich, dass die Dach-Sanierung noch während der laufenden Sommerferien der Schüler abgeschlossen werden könnte. Dazu wäre es aber hilfreich, wenn die Sonne ein paar Mal häufiger im Sauerland vorbeischauen könnte. Henniger bittet Petrus: „Das Wetter könnte besser sein.“ Denn zu Wochenbeginn hatte es sich richtig eingeregnet: „In den vergangenen Tagen konnten die Arbeiter nicht wirklich viel machen.“

Und so ist im Bauamt ein Entschluss auch eindeutig gefallen: „Mit der Schiefereindeckung fangen wir jetzt erst nach dem Schützenfest an“, verrät Henninger. „Andernfalls würde ja der ganze Platz voller Platten stehen. Das solle dem Schützenvolk dann doch erspart bleiben. Eingedeckt werden das Dach der Burggrundschule übrigens „denkmalgerecht mit Sauerländer Schiefer“. Das betonte Henninger ausdrücklich. Mit den Arbeiten beschäftigt ist das Dachdecker-Unternehmen Mock aus Schmallenberg.

Im Zuge der Sanierung werden auch Rinnen und Blitzschutz-Einrichtungen erneuert. Mit einer Dämmschicht aus Hanf soll das Dach – soweit möglich – energetisch optimiert werden. Das hölzerne Tragwerk bleibt indes größtenteils bestehen. Die notwendigen Erneuerungen der Schalungen, die nicht vorhersehbar waren, haben übrigens dazu geführt, dass der anvisierte Kostenrahmen gesprengt wurde. Henninger verrät: „Vorgesehen waren für die Maßnahme 240 000 Euro. Im Moment liegen wir bereits rund 40 000 Euro darüber.“

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