Bunte Unterwasserwelt

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Die „Kleine Meerjungfrau“ wurde von Tanja Hamleh verkörpert. ▪

NEUENRADE ▪ Opulente, detailreiche und glitzernde Kostüme sowie eine witzige Inszenierung, die die Mädchen und Jungen im zahlreichen Publikum immer wieder zu begeisterten Lachsalven hinriss, zeichnete am Freitagnachmittag die Aufführung der „Kleinen Meerjungfrau“ im Kaisergarten aus.

Die Bühne erstrahlte vor einer prächtigen Kulisse, die zur Hälfte die Unterwasserwelt und auf der anderen Seite das Geschehen an Land zeigte. Und genau zwischen diesen Polen schwankte Undine hin und her. Die kleine Meerjungfrau und Prinzessin war die Tochter des Wasserfürsten (gespielt von Matthias Eschli), der auf dem Meeresgrund lebte. Eine unbestimmte Sehnsucht zog sie, klasse dargestellt von Tanja Hamleh, allerdings zu den Menschen hin.

Ihr Erzieher und Gesangslehrer Professor Kabeljau (tollpatschig interpretiert durch Ingo Wackenhut) versuchte nach Kräften, sie im nassen Element zu halten, doch als Undine den Land-Prinzen Leonardo (Thomas Jakobs) erblickte, war seine Anziehungskraft stärker. Sie rettete ihn aus einem Unwetter, bei dem sein Schiff kenterte. Und er verliebte sich prompt in seine Wohltäterin.

Die Wasserhexe (Christina Prieur) verhalf Undine schließlich zu einer menschlichen Gestalt und schönen langen Beinen. Dafür jedoch musste die nunmehr ehemalige Meerjungfrau auf ihre liebliche Stimme verzichten – mit der die Schauspielerin Hamleh übrigens im ersten Teil eine überzeugende Sangesleistung bot.

Gut anderthalb Stunden wurden Groß und Klein unterhalten mit dem allseits bekannten Märchen von Hans Christian Andersen – vorgetragen als Familien-Musical. Geschrieben hat diese Version Eberhard Streul, die Musik steuerte Frank Steuerwald bei – aufgeführt durch die Musik-Bühne Mannheim.

Mit einem Kurzauftritt als Nixen-Chor wurde das Profi-Ensemble durch den Garbecker Kinderchor Carmina unterstützt. ▪ kol

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