In Neuenrade

Bundestagswahl: Knapp 43 Prozent Beteiligung allein per Brief

Die per Briefwahl eingegangenen Stimmzettel zur Kommunalwahl werden in der Stadtverwaltung sortiert.
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Die per Briefwahl eingegangenen Stimmzettel zur Kommunalwahl werden in der Stadtverwaltung sortiert.

Dass die Briefwahlbeteiligung von Wahl zu Wahl größer wird, ist ein Trend, der sich schon seit einiger Zeit beobachten lässt. In Neuenrade liegt die Beteiligung an der Bundestagswahl nur durch Briefwähler bereits bei mehr als 40 Prozent.

Neuenrade – 3658 Briefwahlanträge sind im Vorfeld der Bundestagswahl am kommenden Sonntag, 26. September, bei der Stadt Neuenrade eingegangen. Bei 8543 wahlberechtigten Bürgern entspricht das bereits einer Wahlbeteiligung von knapp 43 Prozent. Diese Zahlen stammen von Jürgen Meller, der erst vor Kurzem bei der Verwaltung angefangen hat und sich künftig um Wahlangelegenheiten kümmern wird.

Er berichtet, dass die Stadt mit einer hohen Briefwahlquote gerechnet habe. Ein zusätzlicher Briefwahlvorstand mit acht Helfern wurde in diesem Jahr einberufen. Der Briefwahlanteil wachse von Wahl zu Wahl, was unter anderem daran liegt, „dass immer mehr Leute bemerken, wie bequem die Vorgehensweise ist“, so Meller.

Das wirkt sich natürlich auch auf die Arbeit der Wahlvorstände am Wahlsonntag aus: „Erfahrungsgemäß ist es so, dass weniger Leute am Wahlsonntag in die Lokale kommen, je höher die Briefwahlbeteiligung ist“, sagt Meller. Weil die Wahlbeteiligung schon durch die Briefwahl bereits bei mehr als 40 Prozent liegt, rechnet die Stadt also mit keinem großen Andrang mehr an den Wahlurnen

Nicht alle Unterlagen kommen zurück

Bei der bislang letzten Bundestagswahl 2017 war die Verteilung noch etwas anders: Damals hatten lediglich 30 Prozent Briefwahl beantragt, was 2585 Bürgern entsprach. „85 Briefwahlscheine kamen nicht wieder im Rathaus an“, berichtet Jürgen Meller. Eine Diskrepanz zwischen Briefwahlanträgen und tatsächlich abgegebenen Stimmen sei durchaus üblich, so der stellvertretende Hauptamtsleiter Frank Staffel. 2017 lag die Wahlbeteiligung insgesamt übrigens bei 77,22 Prozent.

Jürgen Meller geht davon aus, dass die Beteiligung bei der Bundestagswahl 2021 mindestens genauso hoch sein wird, vielleicht sogar noch etwas höher liegen könnte. Bei den 8543 Bürgern, die in Neuenrade in diesem Jahr wahlberechtigt sind, müssten dafür mindestens 6597 ihr Kreuzchen setzen. Dazu bestand am Freitag letztmals von 14 bis 18 Uhr im Briefwahllokal die Möglichkeit.

Am Wahlsonntag gibt es die Möglichkeit zur Stimmabgabe in der Zeit von 8 bis 18 Uhr. Wähler können dann im Wahllokal ihres jeweiligen Bezirks – der ist auf der Wahlbenachrichtigung vermerkt – an die Urne treten.

Maskenpflicht in den Wahllokalen

Die 3G-Regel gilt für die Wahl nicht. Allerdings herrscht – wie schon bei der Kommunalwahl 2020 – Maskenpflicht. Darüber hinaus kann es aus hygienischen Gründen ratsam sein, einen eigenen Stift mitzunehmen, um das Kreuzchen auf dem Stimmzettel zu setzen.

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