Bufdi-Jahr in Neuenrade als Entscheidungshilfe

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Vor dem Wirbelwind-Schriftzug verabschiedete die städtische Bufdi-Beauftragte Margarete Kind (stehend) die Dienstleistende Jana Koch.

Neuenrade - „Ich komme Euch besuchen“, verspricht Jana Koch. Derweil umklammern mehrere Kinder der Kita Wirbelwind die Beine der 19-Jährigen.

Diese hatte jetzt ihren letzten Tag als Bundesfreiwilligendienst-Leistende im Städtischen Familienzentrum. Vorwiegend war sie im Wirbelwind tätig. Anfangs schnupperte sie jedoch auch in die Kita Sausebraus. 

Als die junge Neuenraderin vor einem Jahr ihr Abiturzeugnis in Händen hielt, wusste sie noch nicht so recht, wohin die Reise gehen soll. Also wollte sie zunächst einen Freiwilligendienst in der Stadtbücherei absolvieren. Als daraus nichts wurde, bot ihr die städtische Bufdi-Koordinatorin Margarete Kind an, stattdessen im Familienzentrum zu helfen. 

Vielfältige Aufgaben

„Ich bin in beiden Kitas freundlich aufgenommen worden“, erinnert sich Koch. Und so wurde die seinerzeit frisch gebackene Ex-Schülerin die erste Bufdi im Familienzentrum überhaupt. Sie beaufsichtigte die Mädchen und Jungen, spielte mit ihnen, übernahm hauswirtschaftliche Aufgaben, kochte in der Küche, begleitete Ausflüge und nahm an Teamsitzungen teil. 

Wirbelwind-Leiterin Monika Batusha sagt: „Sie hat sich tapfer geschlagen.“ Dann zwinkert die Kita-Chefin lächelnd. Die 19-Jährige stellt im Rückblick fest: „Ich würde jedem zu einem Freiwilligendienst raten.“ Interessierte können sich derzeit bei der Stadt für einen Dienst nicht nur im Familienzentrum, sondern auch im Jugendzentrum oder in der Hönnequell-Schule bewerben, erklärt Margarete Kind. 

Dienst endet vorzeitig

Koch beendet ihren Dienst vorzeitig. Sie beginnt eine Ausbildung zur Industriekauffrau in der heimischen Firma ASC und CAWI Kalt- und Umformtechnik GmbH. Zu Gute kommen wird ihr dabei der Excel-Kurs, den sie im Rahmen ihres Freiwilligendienstes absolviert hat. 

In Kooperation mit der Stadt Iserlohn bekommen alle Neuenrader Bufdis eine pädagogische Begleitung. Dazu gehört neben dem Erlernen des Tabellenkalkulations-Programms auch ein Erste-Hilfe-Kurs sowie der Besuch des Anne-Frank-Museums in Amsterdam. „Mir hat das alles sehr viel gebracht“, betont die 19-Jährige. „Nicht zuletzt hat es mir auch geholfen, mich zu entscheiden, in welche berufliche Richtung ich gehen möchte“, so Koch.

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