Büsche GmbH investiert zwei Millionen Euro

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Der Hallenneubau ist schon weit fortgeschritten, der Fußboden nebst Fußbodenheizung und die nötigen Installationen fehlen noch. Im Sommer soll die Halle dann noch eingeweiht werden. 

NEUENRADE - Damit setzt das Traditionsuntenehmen H. Büsche GmbH & Co. KG ein Zeichen für die Zukunft: Rund zwei Millionen Euro mit allem Drum und Dran investiert das Unternehmen am Standort Neuenrade.

Die Firma Büsche

Die Firma Büsche blickt auf eine lange Tradition zurück. Die Gründerfamilie Büsche wird erstmals vor mehr als 500 Jahren in den Urkunden der Stadt Neuenrade erwähnt. Die Büsches besaßen Kornmühlen, auch eine Holzschraubenfabrik wurde 1872 gegründet. Die heute bekannten Betriebsanlagen wurden ab 1902 erbaut. Heute werden mit 57 Mitarbeitern und modernen Maschinen Produkte für die Fensterdekoration gefertigt.

Büsche baut eine neue große Halle, verbessert die innerbetriebliche Logistik, schafft neue Maschinen an, will sich weiter als einer der Marktführer in seiner Nische positionieren.

Durch diese Investition werde man in die Lage versetzt, den Kunden noch mehrzu bieten, könne die Kundschaft noch besser bedienen. Zudem werde man langfristig mehr Arbeitsplätze schaffen, heißt es von der Geschäftsführern des Unternehmens, Friedrich Harr und Fernando Sanchez. Voraussichtlich Mitte des Jahres soll die Großinvestition von Büsche eingeweiht werden. Büsche ist die Marke für hochwertige Vorhanggarnituren, Raffrosetten, Raff-, Zier-, Garderoben-, Handtuchhaken und Treppenstangenösen. Das alles wird allein in Neuenrade produziert. „Made in Germany, das sei hier noch Realität und gehört zur Unternehmensphilosophie, betont die Geschäftsführung. Importieren und Umpacken – das kommt bei Büsche nicht in Frage. Hier werden vielmehr mit der Kombination aus Handwerk, CNC-Technik und Robotertechnologie hochwertige deutsche Produkte hergestellt. Darauf ist man sichtlich stolz und das weiß man offenbar auch bei der Kundschaft zu schätzen, denn der Betrieb hat sich stetig entwickelt.

2300 Quadratmeter zusätzliche Fläche

Die neue Halle (1800 Quadratmeter) war auch nötig geworden, weil es im Betrieb zu eng geworden war. „Die Dreherei platzt aus allen Nähten“. Nun wird eben Platz geschaffen, mit insgesamt nun 2300 Quadratmeter zusätzlicher Fläche wird die Situation entzerrt. Die neue Halle soll Lager- und Kommissionswerkshalle werden, im Gegenzug können zusätzliche Fertigungsautomaten dort aufgestellt werden, wo Platz geschaffen wird. Mit der Investition geht auch eine Verbesserung der Arbeitsplatzgestaltung einher, betonen die beiden Geschäftsführer. Bei Büsche kümmert man sich offenbar gut um die 57 Mitarbeiter, „die Fluktuation ist sehr gering“, heißt es. Gleichwohl sucht man nach Fachkräften. So ist der Posten des Leiters der Schleiferei seit längerem vakant.

Metallschleifer haben bei der Firma Büsche gut zu tun.

Tiptop ist der Betrieb, wirkt trotz der momentanen Enge aufgeräumt und sauber. Die Luft ist staubfrei trotz der großen Abteilung für Oberflächenveredelung, wo traditionelle viel Metallstaub anfällt. Große Schleif- und Polierroboter, etliche Drehautomaten, Trovalisierungsanlagen – all das zeigt, dass viel Investitionskapital in dem Betrieb steckt. Die Produkte sind hochwertig und auch hochwertig hergestellt. Die Hälfte der Produktion wird exportiert.

Neben traditionellen Vorhanggarnituren oder Garnituren der Luxusklasse mit Swarovski-Kristallen oder Murano-Glas gibt es aktuell noch den motorgetriebenen Vorhang. Nur ein kleiner Bewegungsimpuls ist nötig und der Vorhang geht wie von Zauberhand auf; erst jüngst wurden in Las Vegas etliche Hotels mit der Garnitur Made bei Büsche ausgestattet; doch nicht nur Hotels sind Abnehmer – auch der Privatmann kann sich so etwas problemlos einbauen lassen.

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