Kohlberg-Windpark: Es wird dauern

Neuenrade -   Einige Waldbesitzer haben wohl schon Vorverträge mit Investoren unterschrieben. Dabei geht es um Windkraftanlagen auf dem Kohlberg.

Indes – bis auch nur eine der 150 Meter hohen Windmühlen auf dem Gelände des beliebten Wanderareals rotiert, wird es sicher noch ein ganzes Weilchen dauern. Spannend wird auch die Frage, wo denn die Windräder stehen werden. Schließlich hat die Verwaltung schon vor einiger Zeit den Auftrag bekommen, zu prüfen, wo denn nun ein Bürgerwindpark realisierbar sei. Und bis jetzt scheint sich eben der Kohlberg herauszukristallisieren – dort besitzt auch die Stadt Neuenrade viel Grund. In der Vergangenheit wurde dabei seitens der Stadt über ein interkommunales Gebiet nachgedacht. Erste Gutachten (auch wegen naturschutzrechtlicher Belange) gab es seinerzeit, welche dann just ein Areal im Dreiländereck Balve/Hemer/Neuenrade als relativ unbedenklich ausmachten. Das ist allerdings schon eine ganze Weile her.

Marcus Henninger, Bauamtsleiter bei der Stadt Neuenrade sagte auf Nachfrage, dass nicht jeder, der einen Vorvertrag mit einem Investor aufweise, dann einen Anspruch darauf hätte, dass auch diese Fläche entwickelt werde.

Einen Bürgerwindpark hätte die Stadt Neuenrade nun gerne auf dem Kohlberg. Doch es gibt noch keinen Aufstellungsbeschluss. Technisch und wirtschaftlich wäre ein Bürgerwindpark dort möglich, doch es werde eben planungsrechtlich schwierig. Es gelte dabei auch zum Beispiel bei konkurrierende Flächen abzuwägen, zudem würden notwendige Gutachten – da verwies Henninger auf das Thema Artenschutz – teuer. Zudem sei politisch noch alles im Fluss vor dem Hintergrund des Konfliktes mit jenen, die das Erneuerbare-Energien-Gesetz beschneiden und denen, die es befördern wollten. Es kann also noch dauern. Allein eine Flächennutzungsplanänderung könne ein bis zwei Jahre in Anspruch nehmen.

Wie dem auch sei: Bei einem Windpark auf dem Kohlberg (vier bis sechs Windräder) geht es um viel Geld. Henninger: „Da ist man schon im zweistelligen Millionenbereich“.

- Von Peter von der Beck

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