Kommunalwahl am 13. September

Jan Schäfer (FDP) kandidiert für das Bürgermeisteramt

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Jan Schäfer kandidiert in Neuenrade für das Amt des Bürgermeisters

Neuenrade – Jan Schäfer ist Bürgermeisterkandidat der Neuenrader FDP. Der 29-jährige Polizeikommissar appellierte nach seiner Wahl am Donnerstagabend im Café Karl an die anderen Oppositionsparteien in der Stadt, ihn als gemeinsamen Kandidaten zu unterstützen.

Bei seiner Dankesrede lobte er zunächst seine Parteikollegen, dass sie neben ihm noch fünf weitere Kandidaten auf die Spitzenplätze für die Kommunalwahl am 13. September gesetzt haben, die jünger als 30 Jahre sind. Dann aber schaltete Schäfer auf Angriff. „Die Bürger in Neuenrade sind unzufrieden und zwar absolut zu Recht“, stieg er in den Wahlkampf ein. 

Seit Jahren Stillstand

„In dieser Stadt herrscht seit Jahren Stillstand. Die Stadt ist marode“, brachte er seine Auffassung auf den Punkt. Konkret wurde er in folgenden Punkten und behauptete: „Ein Neubau des Hallenbades ist noch nicht einmal geprüft worden.“ Dann schob er hinterher: „Und das Medizinische Versorgungszentrum ist schlicht schlecht umgesetzt.“ Gegen Amtsinhaber Antonius Wiesemann wetzte er sogleich das verbale Messer: „In Neuenrade stimmt man entweder mit der CDU, oder man ist in den Augen des Bürgermeisters gegen die Stadt.“ 

Nach Corona: Kein Präsenzwahlkampf

Seinen Wahlkampf in Nach-Corona-Zeiten wolle er nicht führen, indem er Präsenz beim Bürger zeige. Er setze vielmehr auf die sozialen Medien im Internet, erläuterte Schäfer. Andererseits werde er über seine Vorhaben mithilfe der Tageszeitung informieren. Vor der Kandidatenkür führten die Neuenrader Freidemokraten zunächst ihre Jahreshauptversammlung durch. 

Vorsitzender Michael Hammer betonte bei seinem Bericht erneut, dass die Aufhebung der Tempo-30-Zone auf der Bahnhofstraße für die heimische FDP „immer noch das Kernthema“ sei. Auch die Wiederbesetzung der zweiten Planstelle für einen Bezirkspolizisten sowie eine Videoüberwachung von öffentlichen Plätzen sprach Hammer hohe Dringlichkeit zu. 

Mitgliederzahl auf zwölf verdoppelt 

Seit seinem Amtsantritt vor gut einem Jahr habe die FDP Neuenrade sechs Mitglieder gewonnen, bilanzierte er. Damit habe sich die Zahl der Parteimitglieder vor Ort verdoppelt. 

Schatzmeister Rainer Krause verkündete für den Berichtszeitraum einen geringen Kassenüberschuss. Der Vorstand wurde hernach einstimmig entlastet. Bei den Wahlen wurden der Vorsitzende Hammer sowie der stellvertretende Vorsitzende Jan Schäfer wiedergewählt. Neu auf die Funktion des Schatzmeisters gewählt wurde Friedrich Wilhelm Sommer. Gegenstimmen gab es jeweils keine.

 Freimuth möchte Landrätin werden

Die Versammlungsleitung hatte die Vizepräsidentin des nordrhein-westfälischen Landtages, Angela Freimuth, übernommen. Die Politikerin kandidiert im September darüber hinaus auch als Landrätin. Ebenso wie der Neuenrader Bürgermeister-Kandidat Schäfer möchte sie auf digitale Medien im Wahlkampf setzen. 

Darüber hinaus legt sie aber auch einen Schwerpunkt auf den Haustür-Wahlkampf. Dieser könne durchaus auch so aussehen, dass sie sich „in einem Garten zwei Stunden lang mit zehn Menschen aus einer Nachbarschaft“ unterhalte, führte sie aus. So wolle sie „frustrierte Bürger wieder abholen und überzeugen“. 

Über die Region sagte sie: „Es gibt nichts, warum man nicht auch gerne im Märkischen Kreis zuhause sein will. Das müssen wir nur stärker herausstellen.“ Das war der inhaltliche Kern ihres Redebeitrages. Konkrete Vorhaben für den Fall ihrer Wahl führte sie nicht ins Feld. Zu ihrer Person sagte die 53-jährige Lüdenscheiderin: „Ich bin gelernte Werkzeugmacherin und habe auch ein bisschen Jura studiert.“

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