Grüne wollen Planungen zum Bau der Umgehungsstraße einstellen

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An der Kreuzung Hüttenweg/Bundesstraße 229 soll ein Kreisverkehr entstehen. Das zumindest fordern die Neuenrader Bündnisgrünen.

Neuenrade – Die Neuenrader Bündnisgrünen wollen, dass die Stadt Neuenrade die Planungen zum Bau der Umgehungsstraße einstellt. „Nachdem CDU/CSU und SPD auf Bundesebene das Klimaschutzprogramm verabschiedet haben, müssen wir noch einmal in uns gehen und überlegen, ob der die Straße für Neuenrade überhaupt noch von Nutzen ist“, erklärte Dr. Karl Kaluza.

Aufgrund der CO2-Bepreisung und anderer Klimaschutzmaßnahmen sei künftig mit einer signifikanten Abnahme des Verkehrsaufkommens zu rechnen. „Zudem stehen die Planungen dem Klimaschutz entgegen. Deshalb regen die Grünen an, die Planungen einzustellen“, sagte Dr. Kaluza. Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU) hatte zunächst darauf hingewiesen, dass dieser und auch der zweite Grünen-Antrag nicht fristgerecht eingegangen seien. „Dennoch lassen wir sie ausnahmsweise zu“, stellte er fest. Allerdings müsse sich der Bau- und Planungsausschuss mit den Anliegen der Grünen befassen, nicht der Rat. 

Dennoch bezog Wiesemann Stellung zum geforderten Aus für die Umgehungsstraße: „Dazu muss ich einfach etwas sagen.“ Die Umgehungsstraße sei für Neuenrade sehr wichtig, von ihrem Bau hänge eine Verbesserung der Lebensqualität für viele Einwohner ab. Zudem lasse sich auch durch eine CO2-Bepreisung der Lkw-Verkehr künftig sicher nicht verhindern: „Die 40-Tonner, die sich hier durchquälen müssen, versorgen unsere Industriebetriebe,“ unterstrich der Bürgermeister. Dr. Kaluza entgegnete, dass viele Arbeitsplätze dem Klimaschutz geopfert werden müssten.

 „Aber es sollen Alternativen geschaffen werden. Warum sollte das nicht auch in Neuenrade funktionieren?“, hakte der Bündnisgrüne nach. Kurz zuvor hatte er beantragt, die Kommunalpolitiker sollten den Bau eines Kreisverkehrs an der Bundesstraße 229 im Bereich der Einmündung zum Hüttenweg in Erwägung ziehen. 

Viele Lastwagenfahrer, die vom Hüttenweg auf die Bundesstraße fahren wollten, hätten Probleme am Stopp-Schild wieder anzufahren. „Große Lastzüge haben Probleme am Berg wieder in Gang zu kommen. Zudem sind die Verkehrslücken auf der B229 oftmals relativ klein und selten“, schilderte der Kommunalpolitiker seine Beobachtungen.

„Man kann beobachten, dass manche Lkw-Fahrer deshalb einfach durchziehen, das ist gefährlich. Ein Kreisverkehr könnte die Situation entschärfen.“

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