Bürgermeister sucht Wohnungen für Flüchtlinge

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Wer leerstehenden Wohnraum hat, möge sich bei der Verwaltung melden.

Neuenrade - Als Wolfgang Schulte den Bürgermeister anrief und ihm für Flüchtlinge vorübergehend Wohnraum zur Verfügung stellen wollte, hatte Antonius Wiesemann die Idee, das auszuweiten.

Nun appelliert er offiziell an Wohnungsbesitzer/Hausbesitzer in Neuenrade ungenutzten Wohnraum wie Einliegerwohnungen für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen – natürlich nicht kostenlos.

Damit möchte Wiesemann, der das Thema zur Chefsache gemacht hat, die aktuelle Situation entschärfen und für die Zukunft gewappnet sein. „Wir wissen nicht, was noch kommt.“ Aktuell sind 128 Flüchtlinge in Neuenrade untergebracht. Und nach Kenntnis des Bürgermeisters gibt es noch ungenutzten Wohnraum in Stadt und Dorf. Dabei geht es nicht nur um die Wohnungen. Bürgermeister Wiesemann möchte auch eine Konzentration der Flüchtlinge auf einzelne Stadtgebiete vermeiden. Zudem könne er sich gut vorstellen, dass die Integration viel besser funktioniere, wenn die Flüchtlinge mitten unter Allen leben würden.  „Wer eine asylsuchende Familie in seinem Haus/in seiner leerstehenden Wohnung aufnimmt, der wird auch das Gespräch suchen und die eine oder andere Hilfestellung geben können.“

 In die Wohnungen sollen nach Wiesemanns Vorstellungen kleinere Familien oder Familienverbände (Geschwister/Verwandte) kommen. So erhofft sich Wiesemann intensivere Kontakte zwischen Einheimischen und Flüchtlingen. Und seitens der Verwaltung helfe und unterstütze man dann gerne, wenn möglich.

Zunächst sollen die potenziellen Mieter allerdings nach ihrer Ankunft in den bekannten Flüchtlingsunterkünften zur Akklimatisierung unterkommen, bevor sie dann in die Mietwohnungen dürfen. Wer nun Wohnraum über die Stadt an Flüchtlinge vermieten möchte, wird gebeten, sich direkt an den Bürgermeister oder an seine Sekretärin Andrea Stork zu wenden.

 Sie ist per E- Mail unter a.stork@neuenrade.de oder telefonisch unter 02 39 2 / 69 32 1 erreichbar. Bürgermeister Antonius Wiesemann setzt jedenfalls auf seine Neuenrader und ist optimistisch, dass sich etliche melden werden. Er setzt auf „das Miteinander, auf die menschliche Einstellung und auf das humane Denken“.

Der Bürgermeister und seine Verwaltungsmannschaft ziehen alle Möglichkeiten ins Kalkül, um die Menschen unterzubringen. Da kommen auch ungenutzte Hallen/Gebäude in Frage. Auf Turnhallen oder Versammlungsräume will die Verwaltung aber verzichten. „Mit dem kostspieligen Umbau gemeinnütziger Einrichtungen würden man das Problem nur kurzfristig lösen. Das aufzubringende Geld der Steuerzahler würde verpuffen“, heißt es von Wiesemann.

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