Es geht an den Feinschliff

Bürgermeister-Schmerbeck-Platz: Meinung der Neuenrader zur Umgestaltung ist gefragt

Der sehr in die Jahre gekommene Bürgermeister-Schmerbeck-Platz soll mit Hilfe der Bürger umgestaltet werden. Sie können noch Anregungen und Ideen einbringen. Nur gewisse Elemente sind nicht veränderbar.
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Der sehr in die Jahre gekommene Bürgermeister-Schmerbeck-Platz soll mit Hilfe der Bürger umgestaltet werden. Sie können noch Anregungen und Ideen einbringen. Nur gewisse Elemente sind nicht veränderbar.

Für die Neugestaltung des Bürgermeister-Schmerbeck-Platzes (Brunnenplatz) in der Altstadt können sich die Neuenrader einbringen. Das grobe Konzept steht und ein Vorentwurf wurde gezeichnet, der bereits feste Elemente berücksichtigt. Jetzt geht es noch um die Feinabstimmung.

Die Neuenrader können immer noch Tipps und Anregungen geben, sie können sich mit ihren Ideen einbringen. Gut 14 Tage, bis zum 2. April, haben die Neuenrader Zeit, ihre Ideen zu vermerken.

Die Quartiersmanager, welche im Rahmen des Stadterneuerungsprobramms Isek (Integriertes städtisches Entwicklungskonzept) engagiert wurden, haben den Vorentwurf online gestellt. Am Dienstag, 23. März, wird der Plan – ausgearbeitet und grafisch-planerisch umgesetzt vom Büro Bramey.Bünermann Ingenieure – auch ganz real am Schmerbeck-Platz zu sehen sein.

Pandemie und Zeitdruck: Keine Bürgerversammlung

Dass es keine Bürgerversammlung gegeben hat, das ist der Pandemie und einem gewissen Zeitdruck geschuldet. Denn die Arbeiten, die zudem von jeder Menge Geld vom Land und von der Stadt finanziert werden, sollten möglichst noch in diesem Jahr beginnen. Wenn es klappt, gibt es noch im April einen Ratsbeschluss.

Der Platz mit seinem Altstadtpflaster: Das kommt definitiv weg. Der Untergrund soll barrierefrei begehbar und rollatorsicher werden.

Trotz Pandemie und fehlender Bürgerversammlung gibt es eine ordentliche Basis für den aktuellen Entwurf. Die beiden Quartiersmangerinnen Denise Hilgenböker und Diplom-Ingenieur David Knospe hatten im Vorfeld gut zu tun: Es gab reichlich Infos zu sammeln, es gab Abstimmungsgespräche mit der Stadt, das Konzept der Altstadtgemeinschaft, Gespräche mit Anliegern sowie den Inhabern der angrenzenden gastronomischen Objekte, auch mit den Markthändlern haben Hilgenböker und Co. gesprochen. „Wir wollten so viele Leute wie möglich für das Projekt mitnehmen.“

Gewisse Elemente können nicht mehr verändert werden

Die Quartiersmanager würden sich daher über jeden Kommentar freuen, der den Vorentwurf verbessert. Sicher kann nicht mehr jeder Vorschlag umgesetzt werden. Es gibt gewisse Dinge der Infrastruktur, die nicht verändert werden können: Da wären zum Beispiel der Standort des Brunnens und auch die Stromanschlüsse. Weitere Elemente sind fix: das Spieleangebot am Brunnen, die Erweiterung der Außengastronomie. Künftig sollen zum Beispiel Eltern im Café oder vor der Wirtschaft sitzen und ihren Kindern beim Spielen zusehen können. Gleichwohl gibt es noch genug zu gestalten. Die Quartiersmanager sagen unisono: „Wir freuen uns über jeden Kommentar, alles wird soweit möglich eingearbeitet.“

Der Vorentwurf für die Umgestaltung des Bürgermeister-Schmerbeck-Platzes durch das Planungsbüro Bramey.Bünermann Ingenieure.

Wesentliche Punkte des neuen Brunnenplatzes sind, dass der Platz ganzjährig und für alle Altersklassen nutzbar sein soll. Der Platz soll Sitzgelegenheiten bekommen, die jede Generation ansprechen, er wird barrierefrei und optisch vergrößert. Die Fläche wird neu hergerichtet: Platten mit Streifenpflasterung sollen den Platz gut befahrbar machen. Er reicht im Norden und Süden jeweils an die Häuser heran, bleibt aber befahrbar. Der Platz bekommt somit auch eine gewisse verkehrsberuhigende Komponente. Parkplätze verschwinden, dafür kommen Fahrradständer. Die Infrastruktur wird verbessert.

Künftig gibt es W-Lan

Für die Markthändler gibt es bessere Stromanschlüsse, zudem wird es – auch auf Wunsch der Händler – dort W-Lan geben. Ansonsten ist der Platz variabel: Die Sitzelemente werden genauso beweglich sein wie Dekoelemente. Für die traditionellen Veranstaltungen wie Wochenmarkt, Weihnachtsmarkt und Brunnenfest kann der Platz schnell hergerichtet werden.

Bürgerbeteiligung: So machen Sie mit

Die Meinung der Bürger ist gefragt: Sie sollen sich zum Plan des Büros Bramey.Bünermann Ingenieure äußern. Gibt es Wünsche, die nicht beachtet wurden? Einfach den Plan hier ausdrucken und Ideen abgeben. Markieren Sie Orte, zu denen Sie Meinungen, Ideen und Wünsche haben mit einer Zahl und formulieren Sie ein paar Zeilen dazu. Bis 2. April können die Bürger ihre Anregungen im Rathaus bei den Quartiersmanagern Denise Hilgenböker und David Knospe abgeben; oder per Post schicken an Rathaus, Alte Burg 1, 58809 Neuenrade; oder online via quartiersmanagement@stadt-neuenrade.de auf den Weg bringen.

Bauamtsleiter Marcus Henninger betonte im Rahmen einer Telefonkonferenz, dass der Platz natürlich nicht isoliert zu sehen sei. „Das ist keine Solitärplanung, der Platz ist in die Altstadt eingebettet.“ Da gehe es dann auch um Entwicklungen. Das Thema „Wohnen in der Altstadt“ werde immer präsenter. „Wenn wir mit dem Platz fertig sind, sind wir mit der Altstadt noch nicht fertig“, sagte Henninger.

Platzkonzept ist „innovativ“

Denise Hilgenböker und und David Knospe bewerten das vorliegende Platzkonzept als durchaus innovativ. Hilgenböker: „Flexibel, mobil, barrierefrei – die Aufenthaltsqualität dort wird sehr angenehmen. Der Platz wird sicher auch belebter. Eine solche Mischung aus Marktplatz und diesen beweglichen Elementen gibt es zudem selten.“ Überzeugt sind die Quartiersmanager von dem neuen Untergrund: Der sei mit Rollator und Rollstuhl dann ordentlich zu befahren und zu begehen. Überlegt werde zudem noch, ob „Verschattungselemente“ auf dem Platz Sinn ergeben würden.

Grundsätzlich sind die beiden Quartiersmanager angetan von Neuenrade. Hier sei viel Elan bei Bürgern und Verwaltung. An anderen Orten müsse man bei Null anfangen.

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