Größer, variabel und modern

Bürgermeister-Schmerbeck-Platz: Entwurf zur Umgestaltung präsentiert

Der Bürgermeister-Schmerbeck-Platz wie er sich zurzeit darstellt. Im Süden und Norden Parkplätze, in der Mitte der Brunnen, dazu ein krumpeliger Bodenbelag.
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Der Bürgermeister-Schmerbeck-Platz wie er sich zurzeit darstellt. Im Süden und Norden Parkplätze, in der Mitte der Brunnen, dazu ein krumpeliger Bodenbelag.

Wenn alles rund läuft, erfolgt im Sommer Startschuss für die Neugestaltung des Bürgermeister-Schmerbeck-Platzes. Die Planungen sind weit gediehen, es gibt einen detaillierten Vorentwurf.

Dieser basiert auf dem Konzept der Altstadtgemeinschaft, einer Online-Befragungen und persönlichen Gesprächen. Das Stimmungsbild wurde schon im März vergangenen Jahres eingefangen. Mit diesem Vorentwurf wurde auch bereits ein Förderantrag gestellt. Der Kostenrahmen beträgt 680 000 Euro.

Nun haben, unter Corona-Bedingungen, die Planer ihre Arbeit zum Großteil erledigt. Die Neuenrader haben demnächst die Möglichkeit, sich mit dem Vorentwurf auseinanderzusetzen und Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten.

Hintergründe und Entwicklungsschritte

Im Bau-, Planungs- und Stadtentwicklungsausschuss präsentierten am Montagabend Quartiersmanager David Knospe und Diplomingenieur Volker Bünermann, Inhaber des Büros Bramey-Bünermann, noch einmal die Hintergründe und Entwicklungsschritte, die letztlich zu dem Vorentwurf zur Neugestaltung des Platzes führten.

Knospe erläuterte die Vorgeschichte: Demnach ist Grundlage „das städtebauliche Entwicklungskonzept“, das vor zwei Jahren nach einem umfangreichen Beteiligungsprozess vom Rat abgesegnet wurde. Solch ein Konzept ist nötig, um Fördermittel vom Land zu bekommen. Dabei geht es um gewaltige Förderbeträge, die Stadt muss dabei nur noch einen gewissen Eigenanteil aufbringen. Dabei ist die Neugestaltung des Bürgermeister-Schmerbeck-Platzes Teil eines größeren Ganzen. Es sind mehrere Projekte, die im Rahmen dieses Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (Isek) umgesetzt werden sollen. Dazu gehören ein Parkraumbewirtschaftungskonzept, das Quartiersmanagement, die Neugestaltung der Bahnhofstraße und auch ein Gestaltungsleitfaden.

Spielbereich und Außengastronomie

Bei der Neugestaltung des Schmerbeck-Platzes spielten eine ganze Reihe von Wünschen eine Rolle, die in den Entwurf eingearbeitet wurden. Hier eine Auswahl: Mehr Mülltonnen, mehr Sitzgelegenheiten, bessere Zugangsmöglichkeiten für die Markthändler, bessere Beleuchtung, Parksituation, Pflasterung. Verschiedene Varianten entwickelten die Planer: Mal gänzlich ohne Parkplätze, mal mit weniger Parkplätzen, mal mit einer bühnenartigen Erhöhung, mehr Möglichkeiten für die Außengastronomie, mit großem Spielplatz.

Am Ende präsentierte Volker Bünermann einen Vorentwurf, bei dem Spielen mit Wasser auf dem Platz eine große Rolle spielt, ein bisschen Parken zugelassen ist und Außengastronomie in der Nähe der Eisdiele möglich wird. Neues Außenmobiliar von Leuchten über Hochbeete bis hin zu Bäumen und Bänken sind integriert. Die Planung ist so flexibel, dass an Markttagen gut die Händler integriert werden können, Platz für Veranstaltungen bleibt und gestalterische Möglichkeiten durch flexible, transportable Elemente vorhanden sind.

Streifenpflasterung ist geplant

Der Boden des vergrößerten Areals, seit Jahren wegen der Pflasterung und der daraus resultierenden mangelnden Barrierefreiheit in der Kritik, soll künftig aus Streifenpflasterung mit zwischendurch glatten Flächen bestehen. Der Platz wird nach Norden und Süden vergrößert. Der kleine Spielplatz an der nahen Dritten Straße verschwindet und wird quasi auf den Schmerbeck-Platz verlegt. Auf dem Spielplatzgelände sollen Parkplätze entstehen.

Bevor der Vorentwurf komplett der Öffentlichkeit präsentiert wird – ein Zeitpunkt steht noch nicht fest – werden direkt betroffene Anlieger (Gastronomen, Händler) zu den Plänen befragt, danach geht der Entwurf online. Gerne aber würde Quartiersmanager David Knospe die Pläne auch in einem leer stehenden Ladenlokal zeigen.

Nachfragen seitens der Politik

Im Rahmen der Ausschusssitzung gab es seitens der SPD Nachfragen zu möglichen E-Tankstellen für Fahrräder und Autos sowie nach Parkplätzen. Ludger Stracke (CDU) hakte wegen der Parkplätze im Sinne der Händler nach, Heinz Friedriszik (FWG) regte an, vorhandene Parkplätze (Dritte Straße) moderner und barrierefreier zu gestalten.

Bauamtsleiter Markus Henninger verwies darauf, dass Parkplätze nicht mitgefördert würden, man wegen E-Ladesäulen zunächst Leerrohre verlegen könne und mit den Händlern noch sprechen werde.

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