Corona-Pandemie

Appell an die Vernunft: Bürgermeister pocht auf Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen

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Marcus Henninger, Sabine Rogoli und Bürgermeister Antonius Wiesemann appellieren an die Bevölkerung, die Regeln zu beherzigen.

Neuenrade - Bürgermeister Antonius Wiesemann, Amtsleiter Marcus Henninger und Sabine Rogoli vom Ordnungsamt machen sich Sorgen, dass die Neuenrader in ihrer Vorsicht gegenüber dem Coronavirus nachlassen.

 Hintergrund seien jede Menge Anfragen zu möglichen Festivitäten und Veranstaltungen, die in jüngster Zeit beim Ordnungsamt eingingen: „Wir sind mit Nachfragen bombardiert worden.“ Deshalb sieht sich die Verwaltungsspitze zu einem Appell an die Vernunft genötigt. „Alle sollten sich darüber im Klaren sein – eine weitere Welle kann kommen. Ich will, dass wir das, was wir hier erreicht haben nicht aufs Spiel setzen. Bitte passt auf. Wir sind noch lange nicht mit dieser Geschichte durch,“ sagte Wiesemann.

Rathaus mit Anfragen bombardiert

Anfragen mit offensichtlich vorgeschobenen Gründen verzeichne das Ordnungsamt: Den Geburtstag nachfeiern und dafür dann den Wendehammer absperren wollen. Und das alles in der Schützenfestzeit, nannte die Rathaus-Verantwortlichen als Beispiel. Wiesemann: „Ich hatte zwischenzeitlich den Eindruck, dass es ein Sport ist, Lücken zu finden.“ Auch nächtliches Schwertransport-Gucken mit Bierflasche habe sich als Event etabliert. Dabei sei ebenfalls auf Abstand zu achten. „Wir wollen keine Spaßbremse sein,“ hieß es von Henninger, Rogoli und Wiesemann unisono. Dennoch solle man Vernunft walten lassen.

Lockerungen nur mit Auflagen

Henninger verwies noch einmal darauf, dass all die Lockerungen, die möglich seien, auch mit erheblichen Auflagen verbunden seien. Veranstalter trügen ebenfalls die Verantwortung. Und das könne sehr unangenehm werden. Das Gesundheitsamt frage nach. Seitens des Ordnungsamtes würden die Auflagen natürlich überwacht, betonte Rogoli. Zudem gab es von Marcus Henninger den Hinweis auf den neuen Bußgeldkatalog mit höheren Strafen, auf eine eventuelle Quarantäne und dass man Bußgelder auch verhänge. Henninger betonte auf Nachfrage: „Wir machen auch ernst.“

Schwammige Wortwahl der Verordnung

Kritisch wird allerdings die Wortwahl der Verordnung gesehen. Die sei zum Teil unpräzise formuliert, sagten Henninger und Rogoli und ließen durchblicken, dass das möglicherweise absichtlich so gemacht worden sei. Eine Präzisierung nahm Rogoli vor: Zusammenkünfte mit bis zu 50 Personen seien zulässig, wenn es ein herausragendes Ereignis sei. „Aber das Schützenfest gehört nicht dazu, auch die Schmückstellen nicht“. Der Bürgermeister betonte noch einmal: „Die Gefahr ist noch nicht vorbei

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