Bürgermeister: „Parteigerangel brauchen wir nicht“

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Bürgermeister Antonius Wiesemann nimmt als Vorsitzender des Stadtmarketingvereins Stellung.

Neuenrade - Als Vorsitzender des Stadtmarketingvereins, darauf legt Bürgermesiter Antonius Wiesemann wert, nimmt er Stellung zur Pressemitteilung der FWG. Die Freie Wählergemeinschaft fordert in dem Antrag eine Vollzeitstelle für das Stadtmarketing. Hintergrund der Forderung ist eine erhoffte Stärkung des städtischen Marketings.

Wiesemann zeigt sich „als Vorsitzender vom Neuenrader Stadtmarketing e.V. schon sehr überrascht von dem Antrag der FWG, einen hauptamtlichen Mitarbeiter für die Stadt einzusetzen. Ich sehe es als politisches Gerangel, weil diese Dinge seit einiger Zeit schon im Fluss sind“. So habe doch auch sein Stellvertreter im Stadtmarketing (gemeint ist wohl Bernd Buntenbach, die Red.), der gleichzeitig Beisitzer der Freien Wählergemeinschaft in Neuenrade sei, diese Entwicklung mitgetragen und mitentschieden.

 „Gemeinsam mit allen politischen Gremien haben wir vor kurzem das integrierte kommunale Entwicklungskonzept (IKEK) auf den Weg gebracht und hoffen auf positive Bescheide der Bezirksregierung. Auch im integrierten Städtebauentwicklungs-konzept sind wir im Verfahren und in der Konzepterstellung mit allen politischen Parteien“, heißt es von Antonius Wiesemann. Allen sei also bekannt, dass hier „ein Quartiermanager mitausgeschrieben werden soll“, der sich genau um diese Dinge kümmern soll, also Zusammenführung der Akteure aus allen Bereichen (Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Vereine) und Integration der unterschiedlichen Aspekte, soziale Komponenten und bauliche Stadtentwicklung. Wiesemann weiter: „In Neuenrade sind viele Dinge über Vereine ehrenamtlich geregelt und da bin ich auch sehr stolz drauf. Diese Strukturen müssen wir erhalten, sie haben die Stadt lebens- und liebenswert gemacht. Diese Menschen brauchen wir auch in Zukunft.

Ein Hauptamtlicher könne all das unterstützen, aber er kann sie „nicht ersetzen“. Es sei wichtig, gemeinsam an der Stadtentwicklung zu arbeiten, die vorhandenen Kräfte zu bündeln und auch zusammenzuführen. Doch Wiesemann betont: „Parteigerangel brauchen wir nicht, vor allem, wenn die Dinge im Fluss sind und alle mitentschieden haben“. Menschen zu kritisieren, die eine lange Zeit ihre ganze Kraft und Energie in diese Stadt gesteckt hätten, bringe die Gemeinschaft nicht weiter. Stadtentwicklung habe etwas mit „Zukunft“ zu tun und „nach vorne schauen“. Der Bürgermeister und Vorsitzende blickt noch einmal auf die strategischen Maßnahmen. Zu den ersten Schritten habe die Ankopplung des Verkehrsvereins Neuenrade an den Stadtmarketingverein im vergangenen Jahr gehört.

Die nächsten Maßnahmen würden eben sein, „den Stadtmarketingverein mit dem Quartiermanager zusammenzuführen und auch personell zu stabilisieren“. Das alles habe auch mit finanziellen Mitteln zu tun, die – auch wenn sie aus dem städtischen Haushalt kommen würden – doch von den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt bezahlt werden müssten. Wiesmann wünscht sich, dass alle auch mal dankbar auf das schauen würden, was in den vergangenen Jahren geleistet worden sei. Und dass man gemeinsam „für unsere Stadt mit ihren wunderschönen Ortsteilen“ die Zukunft gestalte. „Bis zur nächsten Kommunalwahl ist es noch lange hin“, sagt Wiesemann abschließend.

von Peter von der Beck

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