Ärger um Balver UWG

Im Neuenrader Rathaus ärgert man sich. ▪ Symbolfoto

NEUENRADE ▪ Ein wenig weihnachtliches Schreiben erreichte in dieser Woche Heinrich Stüeken und Lorenz Schnadt, Ratsherren der Balver UWG-Fraktion. Neuenrades Bürgermeister Klaus Peter Sasse und Hauptamtsleiter Dierk Rademacher hatten sich über öffentliche Äußerungen der beiden Ratsherren über die Neuenrader Gemeinschaftsschule geärgert.

In Arnsberg gebe es Pläne, die Neuenrader Gemeinschaftsschule mit der zukünftigen Sekundarschule in Balve zusammenzulegen. Doch die zuständige Bezirksregierung Arnsberg wies diese Aussage auf Anfrage der Stadt Neuenrade zurück. Auch Aussagen über eine Abwanderung Neuenrader Schüler ans Gymnasium in Plettenberg seien entsprächen nicht der Wahrheit. „Die Erfolgsgeschichte der Gemeinschaftsschule lassen wir uns nicht von diesen beiden Herren kaputtreden“, sagte Dierk Rademacher gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Beide Aussagen seien nur „Thesen in den Köpfen dieser beiden Politiker“.

Stüeken und Schnadt hätten „die Eltern und Schüler der Neuenrader Gemeinschaftsschule sowie auch die hiesige Bevölkerung hinsichtlich der Zukunftsperspektiven verunsichert“, heißt es in dem Schreiben vom 19. Dezember.

Als besonders ärgerlich empfinden die Neuenrader Verantwortlichen auch, dass Heinrich Stüeken und Lorenz Schnadt diese Aussagen kurz vor den Schulanmeldungen im Februar gemacht haben. Ungünstig sei das „zu einer Zeit, in der sich rund 130 Eltern überlegen: Wo schicke ich mein Kind hin?“, so Dierk Rademacher.

Auch, dass die Balver Ratsherren die Gemeinschaftsschule in einem Interview als Sekundarschule bezeichnet haben, sorgte in Neuenrade für Unmut. „Sollten Sie die doch erheblichen Unterschiede tatsächlich nicht kennen, sind wir gerne bereit, Ihnen diese zu erläutern“, schreiben Sasse und Rademacher. ▪ cra

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